Walden Robert Cassotto (14. Mai 1936 – 20. Dezember 1973), besser bekannt als Bobby Darin, war ein amerikanischer Popsänger und Entertainer, der vor allem in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren große Erfolge feierte. Geboren in New York City (Bronx), wurde Darin für seine stilistische Vielseitigkeit geschätzt: Er sang Rock'n'Roll- und Pop‑Nummern ebenso überzeugend wie Jazz‑Standards, Balladen und Country‑ und Folk‑Arrangements. Zu seinen bekanntesten Titeln gehören "Mack the Knife", "Dream Lover", "If I Were a Carpenter", "Splish Splash" und "Beyond the Sea". Er war außerdem als Songwriter tätig und wirkte als prägende Figur für jüngere Künstler wie Wayne Newton, dem er beim Karrierebeginn half.

Karriere und Erfolge

Darin begann seine Karriere in Clubs und mit Auftritten im Radio, bevor er Plattenaufnahmen machte. Mit der eingängigen Rock‑Nummer "Splish Splash" erzielte er seinen ersten kommerziellen Erfolg; mit dem von Kurt Weill stammenden Cover "Mack the Knife" gelang ihm 1959/1960 der internationale Durchbruch. Für diese Aufnahme erhielt er große Anerkennung und gewann 1960 den Grammy als "Best New Artist" sowie Auszeichnungen für die Aufnahme.

Im Laufe seiner Karriere zeigte Darin ein bemerkenswertes musikalisches Spektrum: Er wechselte zwischen Rock'n'Roll, traditionellem Pop, Jazz und Folk/Country und veröffentlichte zahlreiche Alben, die vor allem seine wandelbare Stimme und sein Gespür für Arrangements demonstrierten. Er trat regelmäßig in Fernsehshows und in Casinos in Las Vegas auf, wo er sich als charismatischer Live‑Performer etablierte.

Bekannte Titel

  • "Splish Splash"
  • "Dream Lover" (Eigenkomposition)
  • "Mack the Knife" (Cover)
  • "Beyond the Sea" (englische Version von "La Mer")
  • "If I Were a Carpenter" (Cover)

Finanzielle Auseinandersetzungen und Management

Allen Klein, ein Buchhalter, der später als Künstlermanager bekannt wurde, machte erstmals Aufmerksamkeit, als er die Tantiemenzahlungen für Darin überprüfte. Klein entdeckte Unregelmäßigkeiten und stellte fest, dass Darin nicht korrekt vergütet worden war. Die betreffende Plattenfirma zahlte daraufhin Nachforderungen, und Darin teilte die zurückerlangten Mittel mit Klein. Dieser Vorfall trug dazu bei, Kleins Ruf als hartnäckiger Geschäftsmann in der Musikindustrie zu festigen.

Privatleben und Tod

Darin war von 1960 bis 1967 mit der Schauspielerin Sandra Dee verheiratet; aus der Ehe ging ein Sohn hervor, Dodd. Die Ehe und das beiderseitig öffentliche Leben zogen großes Medieninteresse auf sich. Darin litt zeitlebens an Herzproblemen und unterzog sich schließlich einer Operation. Er verstarb am 20. Dezember 1973 im Alter von 37 Jahren kurz nach einem herzchirurgischen Eingriff.

Vermächtnis

Bobby Darins Musik und sein Image als vielseitiger Entertainer haben ihn zu einer bleibenden Figur der Popmusik gemacht. Wiederveröffentlichungen, Compilations und Biografien halten sein Werk präsent. 2004 brachte der Film Beyond the Sea Darins Leben erneut ins öffentliche Bewusstsein: Der Schauspieler Kevin Spacey, ein langjähriger Fan Darins, produzierte den Film und übernahm die Hauptrolle; Kate Bosworth spielte die Rolle von Sandra Dee. Darins Songs werden weiterhin gehört und von nachfolgenden Künstlergenerationen geschätzt.