Dies ist eine Liste der koreanischen Familiennamen, in alphabetischer Reihenfolge nach Hangul. Anmerkung: (S) bedeutet Südkorea. (N) bedeutet Nordkorea.
Der häufigste dieser Namen ist Kim, gefolgt von Lee und Park. Diese drei Familiennamen werden von etwa der Hälfte der ethnisch koreanischen Bevölkerung gehalten. Im Jahr 2015[update] waren 286 koreanische Familiennamen in Gebrauch.
Verbreitung und Häufigkeit
Die drei häufigsten Nachnamen sind:
- Kim (김, häufig mit dem Hanja 金 geschrieben) — der verbreitetste Familienname.
- Lee (이 oder 리 in Nordkorea, Hanja meist 李) — in der Aussprache und Umschrift variantenreich (Lee, Yi, Rhee, Ri).
- Park (박, Hanja meist 朴) — ebenfalls mit mehreren Umschriftformen wie Park oder Pak.
Zusammen machen diese drei Namen einen sehr großen Anteil der Bevölkerung aus; darüber hinaus sind Namen wie Choi (최), Jung/Jeong (정), Cho (조), Kang (강), Yoon (윤), Jang (장) und Lim/Lin (임/림) weit verbreitet. Die exakte Verteilung kann je nach Zensusjahr variieren; die Angabe für 2015 nennt 286 verschiedene Familiennamen insgesamt.
Schreibweisen und Hanja
Koreanische Familiennamen werden im modernen Alltag in Hangul geschrieben, viele haben aber traditionelle chinesische Schriftzeichen (Hanja), die ihre Bedeutung anzeigen (z. B. Kim = 金 = „Gold“). Bei der Umschrift ins Lateinische gibt es mehrere Systeme (z. B. Revised Romanization, McCune–Reischauer) und individuelle Varianten, weshalb ein und derselbe Name in verschiedenen Formen auftauchen kann (Lee, Yi, Rhee; Kim oder Gim; Park oder Pak).
Bon-gwan (Clansystem) und Herkunft
Ein wichtiger Aspekt koreanischer Familiennamen ist das Bon-gwan-System: Personen mit demselben Nachnamen gehören oft zu unterschiedlichen Clans (Bon-gwan), die auf einen gemeinsamen Ursprungsort oder -ahnen verweisen. Der Bon-gwan unterscheidet Familien mit gleichem Nachnamen genealogisch, auch wenn sie heute an verschiedenen Orten leben. Dieses System ist zentral für die Ahnenforschung und historische Identifikation innerhalb Koreas.
Regionale Unterschiede und Nord-/Süd-Korea
Einige Namen sind in Nord- und Südkorea unterschiedlich verbreitet oder anders transkribiert (z. B. 이 wird im Norden häufig als Ri wiedergegeben). Die Kennzeichnungen (S) und (N) in Namenslisten markieren, ob ein Name in Süd- bzw. Nordkorea gebräuchlich ist oder besondere regionale Varianten hat.
Namenrecht, Ehe und Namensweitergabe
In Korea behalten Frauen nach der Heirat traditionell ihren Geburtsnamen; Kinder erhalten in der Regel den Familiennamen des Vaters. Es gibt rechtliche und gesellschaftliche Regelungen zur Namensführung, die sich im Laufe der Zeit gewandelt haben, insbesondere durch Modernisierungsprozesse und veränderte familiäre Strukturen.
Seltene und ausgestorbene Namen
Neben den sehr häufigen Namen existieren viele seltene Familiennamen, von denen einige nur von wenigen Familien getragen werden. Über die Jahrzehnte können Namen seltener werden oder ganz aussterben, etwa wenn keine Nachkommen den Familiennamen weitergeben.
Praktische Hinweise
- Wenn Sie koreanische Namen recherchieren, achten Sie auf unterschiedliche Umschriften und mögliche Hanja-Varianten.
- Für genealogische Recherchen ist der Bon-gwan oft entscheidend, um die genaue Herkunft einer Familie zu bestimmen.
- Bei offiziellen Dokumenten empfiehlt es sich, die in Südkorea gebräuchliche Umschriftform (oder die vom Betroffenen bevorzugte) zu verwenden.
Weiterlesen
Die vollständige alphabetische Liste der koreanischen Familiennamen enthält die einzelnen Einträge nach Hangul und markiert regionale Unterschiede mit (S) bzw. (N). Historische und demografische Daten entstammen offiziellen Volkszählungen und Namensregistern; für aktuelle Zahlen prüfen Sie bitte die neuesten Veröffentlichungen entsprechender Stellen.