Die Scharmützel zwischen China und Indien im Jahr 2020 sind Teil einer anhaltenden militärischen Pattsituation zwischen China und Indien. Seit dem 5. Mai 2020 haben chinesische und indische Truppen Berichten zufolge an Orten entlang der sino-indischen Grenze aggressive Aktionen, Auseinandersetzungen und andere Arten intensiver militärischer Aktionen durchgeführt.
Im Nahkampf am 16. Juni 2020 kamen 20 indische Soldaten (darunter ein Offizier) ums Leben, indische Medienquellen haben bisher behauptet, mindestens 43 chinesische Soldaten seien entweder tot oder verletzt (darunter der Tod eines Offiziers), während US-Geheimdienstquellen angeblich glauben, dass 35 chinesische Soldaten tot sind, darunter ein hochrangiger Offizier.
Zwischenfälle haben sich in der Nähe des Pangong-Sees in Ladakh und des Nathu-La-Passes in Sikkim ereignet. Darüber hinaus kommt es an Orten im Osten Ladakhs entlang der "Line of Actual Control" (LAC), die das Ergebnis des Sino-Indischen Krieges von 1962 war, zu Auseinandersetzungen.
Einigen Berichten zufolge eroberte China zwischen Mai und Juni 2020 60 km2 indisch patrouilliertes Gebiet. China hat jedoch die Eroberung jeglichen Territoriums bestritten, und beide Länder haben sich auf einen Rückzug bis Juni 2020 geeinigt.
Zwischen diesen Auseinandersetzungen hat die indische Regierung indischen Bürgern gegenüber nicht öffentlich zugegeben, dass chinesische PLA-Truppen ihr Territorium überschritten haben. Am 6. August 2020 wurde auf der Website des indischen Verteidigungsministeriums ein solches Dokument veröffentlicht, in dem behauptet wird, dass der derzeitige Konflikt voraussichtlich verlängert wird. Dieses Dokument wurde von der offiziellen Website heruntergenommen.