Bass Highway in Tasmanien – Hauptverkehrsachse von Burnie bis Launceston

Bass Highway in Tasmanien: Hauptverkehrsachse von Burnie bis Launceston – schnelle Verbindungen, Umgehungen, Pendler- und Touristenrouten mit Küstencharme und regionaler Geschichte.

Autor: Leandro Alegsa

Der Bass Highway ist die wichtigste Verkehrsachse im Norden von Tasmanien, Australien, und ein historisch bedeutsamer Abschnitt des National Highway (National Highway 1). Er verbindet die großen Küstenstädte Burnie, Devonport und Launceston miteinander und spielt eine zentrale Rolle für Personenverkehr, Pendler sowie den Güterverkehr zu den Häfen an der Nordküste. Wie die Bass Strait trägt der Highway den Namen des Entdeckers George Bass.

Verlauf

Der Bass Highway verläuft überwiegend in Ost-West-Richtung und durchquert sowohl landwirtschaftlich geprägte Regionen als auch Küstenabschnitte mit reizvollen Landschaften. Er verbindet auf seiner Strecke zahlreiche Städte und Orte:

  • Launceston
  • Prospect und andere Vororte von Launceston
  • Hadspen
  • Carrick
  • Hagley
  • Westbury
  • Exton
  • Deloraine
  • Stadt Elizabeth
  • Sassafras
  • Latrobe
  • Devonport
  • Vierte
  • Ulverstone
  • Pinguin
  • Burnie

Der Abschnitt zwischen Devonport und Burnie verläuft teilweise in Küstennähe und bietet Zugang zu Fischereihäfen, Stränden und touristischen Attraktionen. Nach Burnie verliert die Strecke ihren Status als National Highway, setzt sich aber als Bass Highway weiter nordwestlich fort und erschließt entlegenere Orte:

  • Somerset
  • Wynyard
  • Smithton
  • Marrawah

Geschichte und Ausbau

In den 1980er- und 1990er-Jahren wurde der Bass Highway in mehreren Abschnitten umfassend ausgebaut und neu trassiert. Ziel der Arbeiten war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Überholmöglichkeiten zu schaffen, den Verkehrsfluss zu verbessern und Ortsdurchfahrten durch Ortsumgehungen zu entlasten. Wesentliche Maßnahmen umfassten:

  • Doppelspur- und Überholspuren an stark befahrenen Abschnitten,
  • Neutrassierungen zur Vermeidung enger Ortsdurchfahrten,
  • Bau von Umgehungen für Kleinstädte, um Reisezeiten zu verkürzen und den Schwerverkehr aus Ortszentren herauszuführen.

Zwischen Launceston und Deloraine führten die Ausbauten zu Umgehungen in Carrick und Hadspen (1980er Jahre) sowie in Deloraine (Anfang der 1990er). Die bisher längste Umgehung, die Hagley–Westbury-Umgehung, wurde 2001 fertiggestellt. Viele der ehemaligen Highway-Abschnitte wurden als lokale Straßen erhalten; der „alte“ Highway entlang des Meander River ist heute als Meander Valley Highway bekannt und wird aktiv als touristische Route beworben.

Bedeutung für Verkehr, Wirtschaft und Tourismus

Der Bass Highway ist eine Schlüsselverbindung für den Transport von Gütern zwischen den Häfen an der Nordküste (insbesondere Burnie und Devonport) und dem Binnenland Tasmania’s. Devonport ist zugleich Fährhafen der Spirit-of-Tasmania-Verbindung nach Melbourne, weshalb der Highway für Fracht- und Reiseverkehre von großer Bedeutung ist. Zu den wirtschaftlichen Funktionen gehören:

  • Versorgung der lokalen Industrie und Landwirtschaft mit Transportwegen,
  • Anbindung von Häfen zur nationalen und internationalen Logistik,
  • Förderung des Tourismus durch Zugang zu Küstenorten, Stränden und regionalen Attraktionen (z. B. die Pinguin-Kolonien bei Pinguin und die Küste bei Ulverstone).

Für Pendler ist besonders der Abschnitt zwischen Latrobe und Somerset wichtig; hier verläuft der Verkehr stark richtungsgebunden zwischen Wohnorten und Arbeitsplätzen.

Sicherheit, Geschwindigkeiten und Infrastruktur

Die Ausbaumaßnahmen haben die Verkehrssicherheit deutlich verbessert. Auf Hauptabschnitten gelten außerhalb geschlossener Ortschaften in der Regel höhere zulässige Höchstgeschwindigkeiten (typischerweise 100 km/h), innerhalb von Siedlungen gelten niedrigere Limits (z. B. 50 km/h), wobei die tatsächlich ausgeschilderten Werte vor Ort maßgeblich sind. Zur weiteren Erhöhung der Verkehrssicherheit wurden unter anderem Überholspuren, breitere Bankette und verbesserte Straßenausstattung realisiert.

Die Zuständigkeit für Planung, Ausbau und Instandhaltung liegt bei der zuständigen Straßenbehörde von Tasmanien (Department of State Growth), die auch künftige Verbesserungen und Erhaltungsmaßnahmen koordiniert.

Auswirkungen auf Ortsgemeinschaften

Der Bau von Umgehungen stieß in betroffenen Kleinstädten auf gemischte Reaktionen: Einerseits verbesserte sich die Verkehrssicherheit und reduzierte Lärm- und Schadstoffbelastung in Ortszentren, andererseits befürchteten lokale Geschäftsleute Umsatzeinbußen durch verlorenen Durchgangsverkehr. Als Reaktion förderten viele Gemeinden touristische Initiativen und die Bewerbung der alten Highway-Abschnitte (z. B. als Meander Valley Drive), um weiterhin Besucher und regionale Kundschaft anzuziehen.

Koordinaten: 41°02′47″S 145°53′41″E / 41.04639°S 145.89472°E / -41.04639; 145.89472



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