Rochambeau: Französischer General & Verbündeter Washingtons (1725–1807)

Rochambeau (1725–1807): Französischer General und Verbündeter Washingtons im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Lebenslauf, Schlachten und Vermächtnis.

Autor: Leandro Alegsa

Jean-Baptiste Donatien de Vimeur, Graf von Rochambeau (1. Juli 1725 – 10. Mai 1807) war ein französischer Adliger und Heerführer. Er begann seine militärische Laufbahn im 18. Jahrhundert und kämpfte unter dem Königshaus Ludwigs XV. im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–48). In diesen frühen Feldzügen war er unter anderem bei den Belagerungen von Antwerpen und Namur beteiligt. Im Lauf seiner Karriere stieg er zu einem erfahrenen und anerkannten Offizier auf.

Rolle im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

Bekanntheit erlangte Rochambeau vor allem durch seine Führung der französischen Expeditionsstreitmacht, die 1780 nach Nordamerika entsandt wurde. Mit einer Truppe von etwa 6.000 Mann unterstützte er George Washington im amerikanischen Revolutionskrieg (Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg, 1775–83). Rochambeau und Washington arbeiteten eng zusammen: Rochambeaus Disziplin, logistische Erfahrung und der französische Beitrag an Truppen und Schiffsunterstützung waren entscheidend für die gemeinsame Strategie.

Im Sommer 1781 vereinten sich die französischen und kontinentalen Truppen und führten den Marsch nach Virginia, wo die Belagerung von Yorktown stattfand. Die französische Marine – unter Admiral de Grasse – blockierte die Seezufahrten, während die vereinten Landstreitkräfte Cornwallis in Yorktown einschlossen. Die Kapitulation der britischen Streitkräfte im Oktober 1781 war ein Wendepunkt, der letztlich zur Anerkennung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten beitrug. Die Schlacht von Yorktown gilt als Höhepunkt von Rochambeaus Wirken in Nordamerika.

Revolution, Haft und späte Ehrungen

Während der Französischen Revolution unterstützte Rochambeau anfangs die konstitutionellen Reformen, geriet jedoch später selbst in Verdacht und wurde in der Zeit der Schreckensherrschaft verurteilt und inhaftiert. Er wurde nicht auf der Guillotine hingerichtet und überlebte die Terrorherrschaft; nach dem Sturz von Maximilien de Robespierre wurde er freigelassen. In den folgenden Jahren zog er sich weitgehend aus dem aktiven Militärdienst zurück.

Im Jahr 1803 zeichnete ihn Napoleon mit der Ehrenlegion aus. Rochambeau starb 1807; sein Lebenswerk wurde in Frankreich und den Vereinigten Staaten als Beispiel für militärische Professionalität und die französisch-amerikanische Allianz gewürdigt.

Vermächtnis

Rochambeau gilt bis heute als Schlüsselfigur der französischen Unterstützung für die amerikanische Unabhängigkeit. Sein Name ist mit gemeinsamen Operationen, sorgfältiger Planung und der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen französischen und amerikanischen Streitkräften verbunden. In beiden Ländern erinnern Denkmäler, historische Routen und Veranstaltungen an die Rolle, die er beim Entstehen der Vereinigten Staaten gespielt hat.

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