Die Gesellschaft St. Pius X. ist eine Priesterbruderschaft mit traditionalistischen Ansichten. Marcel Lefebvre, ein französischer Priester, gründete sie in den 1970er Jahren, weil er der Meinung war, dass das Zweite Vatikanische Konzil viele dieser Traditionen aufgegeben habe. Er spricht sich gegen viele der Veränderungen aus, die das Zweite Vatikanische Konzil eingeführt hat, nämlich gegen den Dialog mit Führern anderer Religionen und gegen die gemeinschaftlichen Beziehungen verschiedener christlicher Gruppen. Seit 1975 hat die Gesellschaft St. Pius X. kein kanonisches Mandat mehr. Im Jahr 1988 hat die Gesellschaft neue Bischöfe geweiht, was nach kanonischem Recht zur Exkommunikation der Weihenden und der Geweihten führte. Papst Benedikt XVI. hob die Exkommunikation in den 2000er Jahren auf, nachdem alle Beteiligten bekräftigt hatten, dass der Papst das Oberhaupt der katholischen Kirche sei.