Tito Ernesto Beltrán (geboren am 1. Juli 1965) ist ein schwedisch-chilenischer Tenor. Beltrán wurde in Punta Arenas, Chile, geboren und verließ Chile 1986, um in Schweden Gesang zu studieren; dort lebt er seither. Er war und ist in zahlreichen Opernhäusern und bei Konzerten weltweit zu Gast und ist in Schweden auch durch zahlreiche Fernsehauftritte bekannt geworden.
Karriere
Beltrán verfügt über ein breit gefächertes Repertoire, das klassische Opernarien ebenso umfasst wie konzertante Auftritte und Programmformate mit populären Liedern. Seit Februar 2007 war er an der Königlichen Schwedischen Oper in Stockholm engagiert; dort sang er unter anderem Partien in den Opern La Traviata und Tosca. Er arbeitete mit verschiedenen Orchestern und Dirigenten zusammen, trat bei Festivals auf und veröffentlichte Einspielungen, die sowohl Opernliebhaber als auch ein breiteres Publikum erreichten.
Seine Auftritte erstreckten sich auf zahlreiche Bühnen in Europa und darüber hinaus; daneben hielt er Gastkonzerte und wirkte bei Medienproduktionen mit. Beltráns Stimme und Bühnenpräsenz machten ihn zu einer prominenten Figur in der skandinavischen Opernszene.
Verurteilung 2008 und Folgen
Im Oktober 2008 wurde Beltrán wegen Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch verurteilt; das Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe von 2,5 Jahren (Gefängnis). Gegen das Urteil wurden Rechtsmittel eingelegt. Die Verurteilung zog starke öffentliche Aufmerksamkeit und erhebliche berufliche Konsequenzen nach sich: Engagements und Auftritte wurden abgesagt, seine Reputation litt erheblich.
Im Februar 2010 wurde Beltrán bedingt aus der Haft entlassen. Die Vorgänge rund um den Prozess und die strafrechtliche Konsequenz wurden in Medien und Öffentlichkeit intensiv diskutiert und hatten nachhaltige Auswirkungen auf seine künstlerische Laufbahn.
Späteres Leben
Nach der Haftentlassung kam es zeitweise zu vereinzelten Auftritten, teils außerhalb Schwedens. Seine Karriere blieb jedoch durch die strafrechtlichen Vorfälle und die öffentliche Debatte dauerhaft beeinträchtigt. Über seine weiteren privaten Lebensumstände hält Beltrán die Öffentlichkeit weitgehend in Kenntnisnahmegrenzen.