Die Schweiz ist in 26 verschiedene Bereiche unterteilt, die als Kantone bezeichnet werden. Ein Kanton ist wie ein Staat in den Vereinigten Staaten.
In der Vergangenheit hatte jeder Kanton seine eigene Armee und sein eigenes Geld. Dies änderte sich 1848, als die Schweiz einen Bürgerkrieg beendete und die heutige Struktur erhielt.
Die Kantone Uri, Schwyz, Unterwalden (Nidwalden und Obwalden zusammen werden als Unterwalden bezeichnet) werden als Urkantone bezeichnet. Ein Urkanton ist ein Kanton, der seit der Gründung der Schweiz im Jahre 1291 besteht. Mit der Zeit schlossen sich weitere Kantone der Schweiz an. Der Jura ist der jüngste Kanton der Schweiz seit 1978. In jenem Jahr trennte er sich nach einigen Unruhen vom Kanton Bern.
Die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Appenzell-Innerrhoden, Appenzell-Ausserrhoden, Obwalden und Nidwalden unterscheiden sich in einem Punkt von den anderen. Aus historischen Gründen werden ihre Stimmen bei nationalen Wahlen unterschiedlich gezählt. Ansonsten sind sie gleich wie die anderen.
In der Schweiz sind die einzelnen Gemeinden und Kantone sehr frei. In der Regel gibt es ein schweizerisches Gesetz (auf der Ebene der gesamten Eidgenossenschaft). Sehr oft legt dieses allgemeine Dinge fest und besagt, dass sich die Kantone an diese Regel halten müssen. Die Kantone erlassen dann detaillierte Regeln, jeder so, wie er es für richtig hält. Manchmal führt dies zu merkwürdigen Situationen. Es gibt 26 verschiedene Schulsysteme.
Drogenmissbrauch ist ein Bundesvergehen. Die Strafe beträgt in der Regel ein bis drei Jahre, kann aber auch nur eine Geldstrafe sein. Das Problem ist: Der Konsum an sich (nicht der Handel oder die Gratisabgabe) ist nicht strafbar. Auch in leichten Fällen kann die Polizei sagen, dass es keine Geldstrafe geben wird. Dies hat dazu geführt, dass dieses Gesetz in jedem Kanton unterschiedlich angewendet wird. In einem Kanton wird das Rauchen von Marihuana mit einer Geldstrafe geahndet, in einem anderen Kanton kann es eine Gefängnisstrafe bedeuten.
Das Wort dafür heißt Föderalismus. Das bedeutet, dass jeder Kanton seine eigene Regierung hat. Jeder Kanton hat also seine eigene Verfassung. Die Verfassung ist das höchste Gesetz in einem Staat.

