In der Informatik ist eine Schließung eine Funktion, die eine eigene Umgebung hat. In dieser Umgebung gibt es mindestens eine gebundene Variable (ein Name, der einen Wert hat, z.B. eine Zahl). Die Umgebung der Schließung hält die gebundenen Variablen zwischen den Verwendungen der Schließung im Speicher.

Peter J. Landin gab dieser Idee 1964 die Namensschließung. Die Programmiersprache Scheme machte Schließungen nach 1975 populär. Viele Programmiersprachen, die nach dieser Zeit entwickelt wurden, haben Schließungen.

Anonyme Funktionen (Funktionen ohne Namen) werden manchmal fälschlicherweise als Schließungen bezeichnet. Die meisten Sprachen, die anonyme Funktionen haben, haben auch Schließungen. Eine anonyme Funktion ist auch eine Schließung, wenn sie eine eigene Umgebung mit mindestens einer gebundenen Variablen hat. Eine anonyme Funktion ohne eigene Umgebung ist keine Schließung. Eine benannte Schließung ist keine anonyme Schließung.