Die Verfassungsgebende Versammlung Pakistans war das erste pakistanische Parlament und trat erstmals am 10. August 1947 zusammen. Am nächsten Tag wurde Quaid-i-Azam Muhammad Ali Jinnah (1876-1948) zum Präsidenten der Versammlung gewählt, und die neue Nationalflagge wurde genehmigt. Am 14. August 1947 hielt Jinnah eine Rede, in der er die wichtigen Grundsätze der künftigen Regierung eines unabhängigen Pakistan darlegte. Jinnah wurde zum ersten Generalgouverneur Pakistans gewählt. Die Hauptaufgabe der Versammlung bestand darin, eine neue Verfassung für Pakistan zu schreiben.

Dies war eine schwierige Aufgabe, aber die Versammlung einigte sich am 12. März 1949 auf die "Objektive Resolution". Ein Sonderausschuss von 24 Mitgliedern der Verfassungsgebenden Versammlung arbeitete an einer Verfassung, die auf den Ideen der objektiven Resolution basierte. Der Generalgouverneur, Ghulam Muhammad, schloss die Versammlung am 24. Oktober 1954, bevor der Verfassungsentwurf vorgelegt werden konnte. Der Präsident der Versammlung leitete rechtliche Schritte ein, da er die Schließung der Versammlung für illegal hielt. Er verlor den Prozess vor dem Bundesgericht.

Am 28. Mai 1955 wurde eine zweite Verfassungsgebende Versammlung Pakistans gebildet. Sie verfasste die neue Verfassung, die am 23. März 1956 in Kraft trat.