Beim Desktop-Publishing gibt es zwei Arten von Seiten: elektronische Seiten und virtuelle Papierseiten, die auf Papier gedruckt werden. Alle computerisierten Dokumente sind technisch elektronisch und in ihrer Größe nur durch den Computerspeicher oder den Speicherplatz für Computerdaten begrenzt.
Virtuelle Papierseiten werden letztendlich gedruckt werden und erfordern daher Papierparameter, die mit internationalen physischen Standardpapiergrößen wie "A4", "Letter" usw. übereinstimmen, wenn nicht sogar benutzerdefinierte Größen für den Beschnitt. Einige Desktop-Publishing-Programme erlauben benutzerdefinierte Größen, die für den Großformatdruck von Plakaten, Werbetafeln und Messedisplays vorgesehen sind. Eine virtuelle Seite zum Drucken hat eine vordefinierte Größe von virtuellem Druckmaterial und kann auf einem Monitor im WYSIWYG-Format angezeigt werden. Jede zu druckende Seite hat eine Beschnittgröße (Papierrand) und einen bedruckbaren Bereich, wenn kein Beschnittdruck möglich ist, wie es bei den meisten Desktop-Druckern der Fall ist.
Eine Webseite ist ein Beispiel für eine elektronische Seite, die nicht durch Parameter für virtuelles Papier eingeschränkt ist. Die meisten elektronischen Seiten können dynamisch in der Größe verändert werden, wodurch der Inhalt entweder mit der Seite skaliert wird oder neu fließt.
Masterseiten sind Vorlagen, die verwendet werden, um Elemente und Grafikdesignstile automatisch auf einige oder alle Seiten eines mehrseitigen Dokuments zu kopieren oder zu verlinken. Verlinkte Elemente können geändert werden, ohne dass jede Instanz eines Elements auf Seiten, die dasselbe Element verwenden, geändert werden muss. Masterseiten können auch verwendet werden, um Grafikdesignstile auf die automatische Seitennummerierung anzuwenden.
Unter Seitenlayout versteht man den Prozess, bei dem die Elemente geordnet, ästhetisch und präzise auf die Seite gelegt werden. Zu den Haupttypen von Komponenten, die auf einer Seite angeordnet werden sollen, gehören Text, verknüpfte Bilder, die nur als externe Quelle geändert werden können, und eingebettete Bilder, die mit der Layoutanwendungssoftware geändert werden können. Einige eingebettete Bilder werden in der Anwendungssoftware gerendert, während andere aus einer externen Quellbilddatei platziert werden können. Text kann in das Layout eingegeben, platziert oder (mit Datenbank-Publishing-Anwendungen) mit einer externen Textquelle verknüpft werden, was es mehreren Editoren ermöglicht, ein Dokument gleichzeitig zu entwickeln.
Grafikdesignstile wie Farbe, Transparenz und Filter können auch auf Layoutelemente angewendet werden. Typografische Stile können mit Style Sheets automatisch auf Text angewendet werden. Einige Layout-Programme enthalten zusätzlich zum Text auch Stilvorlagen für Bilder. Bei Grafikstilen für Bilder kann es sich um Randformen, Farben, Transparenz, Filter und einen Parameter handeln, der die Art und Weise bestimmt, wie Text um das Objekt herumfließt, und der "Wraparound" oder "Runaround" genannt wird.