Der Präsidentschaftswahlkampf 2016 von Donald Trump begann am 16. Juni 2015, als der Geschäftsmann Donald Trump seine Kandidatur für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten bei den Wahlen 2016 ankündigte. Trump gab seine Kandidatur bei einer Kundgebung im Trump Tower in New York City bekannt. Er hatte zuvor immer wieder öffentliches Interesse an einer Präsidentschaftskandidatur bekundet, war aber bislang kein gewählter Politiker auf Bundesebene.
Während der Wahl am 8. November 2016 wurde Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt, während sein Vizekandidat Mike Pence zum Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde.
Kandidatur, Vorwahlkampf und Nominierung
Im Vorwahlkampf trat Trump als Kandidat der Republikanischen Partei an. Er setzte sich gegen ein breites Feld etablierter und neuer republikanischer Bewerber durch, darunter Figuren wie Jeb Bush, Ted Cruz, Marco Rubio, Ben Carson und John Kasich. Trumps Kampagne gewann schnell an Aufmerksamkeit durch große, oft medial stark beachtete Kundgebungen, eine markante Kommunikationsweise und intensive Nutzung von sozialen Medien, vor allem Twitter.
Er konnte in den Vorwahlen mit einer Kombination aus unkonventionellen Botschaften, einem populistischen Anti-Establishment-Ton und starkem Rückhalt in Teilen der republikanischen Basis zahlreiche Vorwahlsiege erzielen. Nach mehreren entscheidenden Siegen und dem Ausscheiden wichtiger Kontrahenten sicherte er sich schließlich die erforderliche Mehrheit an Delegierten und wurde auf dem Republican National Convention offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert. Als Vizepräsidentschaftskandidat wählte er den Gouverneur von Indiana, Mike Pence, dessen Nominierung kurz vor dem Parteitag bekanntgegeben wurde.
Kampagnenstil und zentrale Themen
Trumps Wahlkampf zeichnete sich durch prägnante Schlagworte und Slogans aus, allen voran „Make America Great Again“ (MAGA). Kernthemen waren Einwanderungsbegrenzung, ein hartes Vorgehen gegen illegale Einwanderung, der Abbau von Handelsdefiziten durch Neuverhandlung von Handelsabkommen, Deregulierung, Steuerreformen sowie ein Fokus auf „Law and Order“. Die Kampagne nutzte direkte, oft provokante Kommunikation und inszenierte Großveranstaltungen, die Anhänger mobilisierten.
Die Kampagne profitierte zudem von umfangreicher Medienberichterstattung, der unmittelbaren Ansprache über soziale Netzwerke und von parteiinternen Spannungen, die viele traditionelle Republikaner zwischen Ablehnung und Unterstützung schwanken ließen. Wichtige Bündnisse mit konservativen Medien, politischen Kommentatoren und später auch mit Teilen der Unternehmer- und Evangelikalen-Szene trugen zur organisatorischen und finanziellen Unterstützung bei.
Wahl 2016: Ergebnis und Ablauf
Am 8. November 2016 gewann Trump die Wahl zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten, indem er in einer Reihe von umkämpften Swing States die Mehrheit der Wahlmännerstimmen (Electoral College) auf sich vereinte. Bei der Volksabstimmung (Popular Vote) lag seine Gegenkandidatin, die Demokratische Nominee Hillary Clinton, hingegen mit mehreren Millionen Stimmen vorn. Trump wurde am 20. Januar 2017 offiziell in sein Amt eingeführt.
Kontroversen und Untersuchungen
Der Wahlkampf war von zahlreichen Kontroversen begleitet. Dazu gehören kontroverse Äußerungen Trumps, mehrere Vorwürfe sexueller Übergriffe, die Veröffentlichung des sogenannten "Access Hollywood"-Tapes im Oktober 2016 sowie wiederkehrende Auseinandersetzungen um Aussagen zu Minderheiten und Einwanderung. Es kam bei manchen Kundgebungen zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegendemonstranten.
Parallel untersuchten das FBI und später ein vom Justizministerium eingesetzter Sonderermittler (Robert Mueller) mögliche Kontakte zwischen Mitgliedern von Trumps Team und Akteuren aus Russland sowie mögliche Wahlbeeinflussungen. Der Mueller-Bericht (2019) stellte fest, dass Russland in den Wahlkampf eingegriffen hatte. Zu strafrechtlich relevanten, nachgewiesenen Verschwörungstatbeständen zwischen der Kampagne und russischen Akteuren kam es laut Bericht nicht in dem Sinne, dass ausreichende Beweise für eine strafrechtliche Verschwörung vorlägen; der Bericht dokumentierte jedoch zahlreiche Kontakte und mögliche Erklärungsbedarfe, die später zu politischen und rechtlichen Auseinandersetzungen führten.
Auswirkungen
Trumps Sieg 2016 veränderte die politische Landschaft in den USA nachhaltig. Er setzte in seiner Amtszeit zahlreiche der versprochenen Politiken um, etwa in den Bereichen Steuern, Deregulierung und Einwanderung. Gleichzeitig verstärkte die Wahl die politische Polarisierung im Land, löste anhaltende Debatten über Fake News, Medienvertrauen und ausländische Einmischung in Wahlen aus und war Auslöser für intensive innen- und außenpolitische Diskussionen.
Insgesamt bleibt der Wahlkampf 2016 ein prägendes Kapitel der jüngeren US-Geschichte: wegen seiner unkonventionellen Kampagnenführung, der klaren Abkehr vieler etablierter Parteipositionen und der nachhaltigen Folgen für Politik und Gesellschaft in den Vereinigten Staaten.