Falken: Merkmale, Arten, Jagdverhalten & Falknerei

Entdecken Sie Falken: Merkmale, Arten, beeindruckendes Jagdverhalten und die Kunst der Falknerei – Fakten, Bilder und Schutzinfos kompakt erklärt.

Autor: Leandro Alegsa

Falken sind kleine bis mittelgroße Raubvögel und mit Falken, Adlern und Geiern verwandt. Sie haben gewöhnlich spitze Flügel und lange Schwänze.

Die meisten Falken fressen kleine Säugetiere, die sie mit dem Augenlicht jagen, obwohl einige Arten andere Vögel jagen, die sie im Flug erbeuten. Wie Falken haben die meisten Falken einen dunkelgrauen oder braunen Rücken und Flügel mit weißer Unterseite.

Der Wanderfalke ist über den größten Teil der Welt verbreitet und berühmt dafür, Vögel zu jagen, indem er mit 320 km/h (200 mi/h) auf sie herabstürzt. In Nordamerika wurde er durch den Einsatz von Pestiziden fast ausgerottet, hat sich aber seither wieder erholt.

In einigen Ländern werden Falken in der Falknerei eingesetzt. Das bedeutet, dass Menschen die Vögel fangen und sie zur Jagd auf sie zwingen. Vor langer Zeit war dies eine Möglichkeit für die Menschen, mehr Nahrung zu bekommen, aber heute ist es ein Sport.

Merkmale

Körperbau: Falken sind durch schlanke Körper, lange spitze Flügel und verhältnismäßig lange Schwänze gekennzeichnet. Diese Form ermöglicht schnelles Flattern, Wendigkeit im Flug und hohe Geschwindigkeiten beim Sturzflug.

Gefieder und Färbung: Viele Arten haben einen kontrastreichen Bauch und einen dunkleren Rücken. Typische Farben sind Grau- und Brauntöne; die genaue Musterung hilft bei der Artbestimmung und beim Schutz durch Tarnung.

Sehvermögen: Falken besitzen ein ausgezeichnetes Sehvermögen, das deutlich besser ist als das des Menschen. Sie können Beute aus großer Entfernung erkennen und scharf fokussieren, was für die visuelle Jagd entscheidend ist.

Arten und Verbreitung

Die Familie der Falken (Falconidae) umfasst zahlreiche Arten in fast allen Lebensräumen der Welt: Wälder, Steppen, Küsten, Gebirge und auch Städte. Bekannte Vertreter sind unter anderem:

  • Wanderfalke (Wanderfalke) – kosmopolitisch, bekannt für sehr hohe Sturzfluggeschwindigkeiten;
  • Turmfalke (z. B. Rotfußfalke und andere Kestrels) – oft in offenen Landschaften zu finden;
  • Gyrfalke – in arktischen und subarktischen Regionen der größte Vertreter;
  • Merlin, Hobby und andere kleine bis mittelgroße Arten, die teils spezialisierte Jagdstrategien haben.

Jagdverhalten und Ernährung

Falken sind überwiegend Lauer- und Sturzjäger. Sie nutzen hohe Ansitze, thermische Aufwinde oder schräge Gleitflüge, um ihre Beute zu sichten und dann blitzschnell zu attackieren. Einige wichtige Punkte:

  • Sturzflug (Stoß): Bei Arten wie dem Wanderfalken ist der Sturzflug eine Schlüsseltechnik, mit der Flugvögel in der Luft erbeutet werden.
  • Vielseitige Beute: Nahrung reicht von Kleinsäugern (Säugetiere) über Vögel (Vögel) bis zu Insekten oder kleinen Reptilien, je nach Art und Lebensraum.
  • Jagdtechniken: Manche Arten schlagen Beute im Flug, andere stürzen aus einem Hinterhalt herab oder jagen im Tiefflug.

Fortpflanzung und Lebensraum

Falken nisten an Klippen, in Baumhöhlen, in Gebäuden oder auf Felsvorsprüngen. Viele Arten bauen kein eigenes Nest, sondern nutzen alte Nester anderer Vögel oder natürliche Nischen. Die Brutzeit, Gelegegröße und Aufzucht unterscheiden sich je nach Art und Lebensraum. Typisch sind intensive Elternleistungen beider Geschlechter beim Füttern der Jungen.

Falknerei und Beziehung zum Menschen

Die Falknerei hat eine Jahrtausende alte Tradition; sie entstand unabhängig in mehreren Regionen (u. a. Zentralasien, Naher Osten, Europa). Traditionell wurden Falken zur Nahrungssuche eingesetzt, später entwickelte sich die Praxis zu einer Kulturtechnik und heute wird sie in vielen Ländern als Sport und Kulturgut gepflegt.

Moderne Falkner arbeiten oft mit geschützten Arten, verwenden artgerechte Haltung, legen großen Wert auf Gesundheitsvorsorge und halten sich an rechtliche Vorgaben. Die Ausbildung der Vögel erfolgt schrittweise: Vertrauen aufbauen, Ablass- und Rückruftraining, Aufbau der Flug- und Jagdfähigkeiten.

Gefährdungen und Schutz

Historisch gefährdeten Falken vor allem Pestizide (z. B. DDT), die zu dünneren Eierschalen und damit zu Populationsrückgängen führten — ein bekanntes Beispiel ist die Beeinträchtigung des Wanderfalken in Nordamerika. Heute sind die wichtigsten Bedrohungen:

  • Habitatverlust durch Bebauung und intensive Landwirtschaft;
  • Vergiftungen durch Pestizide und Umweltgifte (Pestiziden);
  • Verfolgung und illegale Entnahme aus der Natur;
  • Kollisionen mit Fahrzeugen, Leitungen und Windkraftanlagen.

Schutzmaßnahmen umfassen rechtlichen Schutz, umweltgerechte Landwirtschaft, Wiederansiedlungsprogramme, Monitoring von Populationen und Bildungsarbeit. Viele Falkenarten profitieren heute von Naturschutzmaßnahmen und einer verbesserten Gesetzeslage.

Beobachtung und Umgang mit verletzten Falken

Wer Falken beobachtet, sollte Abstand halten und Störungen in Brutgebieten vermeiden. Bei auffällig schwachen oder verletzten Vögeln ist es ratsam, lokale Vogelschutzorganisationen, Wildtierauffangstationen oder zuständige Behörden zu informieren — nicht selbst ohne Fachkenntnis eingreifen.

Zusammenfassung

Falken sind schnelle, visuell jagende Raubvögel mit großer ökologischer Bedeutung. Sie zeigen eine breite Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensräume und haben enge Beziehungen zum Menschen, sowohl historisch in der Nahrungssuche als auch kulturell in der Falknerei. Schutzmaßnahmen und verantwortungsvolle Haltung sind entscheidend, um Bestand und Artenvielfalt langfristig zu sichern.

Winter-Speisekammer

Auf der marokkanischen Insel Mogador scheinen Falken kleine Vögel einzusperren, indem sie sie in Gletscherspalten einfangen und sie vermutlich für den späteren Verzehr retten.

Mogador besitzt die Ruinen einer Festung, einer Moschee und eines Gefängnisses. Heute ist die Insel ein Naturschutzgebiet, wo Eleonorenfalken zwischen den Ruinen nisten. Sie jagen wandernde Grasmücken, Wiedehopfe und andere Vögel. Forscher stießen auf kleine Vögel, die in tiefen Höhlen gefangen waren und deren Flug- und Schwanzfedern entfernt wurden. Die Vögel waren nicht in der Lage, ihre Flügel zu bewegen oder ihre baumelnden Beine zu benutzen.

Eleonorenfalken wurden beobachtet, wie sie während der Zugzeit, wenn die Beute reichlich vorhanden ist, Vorratskammern mit bis zu 20 toten Vögeln anlegen. Aber "das Lagern von Snacks, die noch am Leben sind, könnte ein einzigartiges Verhalten sein", sagte ein Experte.

Fragen und Antworten

F: Was sind Falken?


A: Falken sind kleine bis mittelgroße Raubvögel, die mit Falken, Adlern und Geiern verwandt sind.

F: Was fressen Falken normalerweise?


A: Die meisten Falken fressen kleine Säugetiere. Einige Arten jagen andere Vögel, die sie im Flug erbeuten.

F: Wie sehen die meisten Falken aus?


A: Wie Falken haben die meisten Falken einen dunkelgrauen oder braunen Rücken und Flügel mit einer weißen Unterseite.

F: Was ist das Besondere am Wanderfalken?


A: Der Wanderfalke ist über den größten Teil der Welt verbreitet und dafür bekannt, dass er Vögel jagt, indem er mit 320 km/h auf sie herabstürzt.

F: Was ist mit dem Wanderfalken in Nordamerika geschehen?


A: Er wurde in Nordamerika durch den Einsatz von Pestiziden fast ausgerottet, hat sich aber inzwischen wieder erholt.

F: Was ist Falknerei?


A: In einigen Ländern werden Falken in der Falknerei eingesetzt. Das heißt, die Menschen fangen die Vögel und lassen sie für sie jagen.

F: Wofür wurde die Falknerei in der Vergangenheit eingesetzt und wofür wird sie heute eingesetzt?


A: Vor langer Zeit war die Falknerei eine Möglichkeit für die Menschen, mehr Nahrung zu bekommen, aber heute ist sie ein Sport.


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