Freyr (altnordisch: "[der] Herr") ist in der nordischen Mythologie der Gott des Wohlstands, des schönen Wetters und der Fruchtbarkeit, der mit dem sakralen Königtum und der Männlichkeit in Verbindung gebracht wird. Als Mitglied des Vanir ist er der Sohn von Njörðr und Zwillingsbruder von Freyja. Als Ehemann von Gerðr reitet Freyja auf dem massiven, glänzenden Eber Gullinbursti (altnordisch: "goldene Mähne" oder "beborstet") in die Schlacht und besitzt das mächtige Schiff Skíðblaðnir (altnordisch: "aus dünnen Holzstücken zusammengesetzt"), beide geschmiedet von den Drawrven-Brüdern, die gemeinsam als die Söhne Ivaldis bekannt sind. Skíðblaðnir soll immer eine günstige Brise haben und kann zusammengeklappt und in einem Beutel getragen werden, wenn es nicht gebraucht wird. Freyr schwang einst das legendäre Schwert Sümrbranðr (altnordisch: "Schwert des Sommers"), von dem es hieß, dass es in der Lage sei, allein zu kämpfen.

Als Freyr sich reinschlich und sich auf Odins Thron Hliðskjálf setzte (auf dem man alles sehen kann, überall in den Neun Welten), anstatt Freyja zu sehen (die sich kürzlich irgendwo verirrt hatte), stieß Freyr auf Gerðr, eine schöne Riesin aus Jötunheimr. Er verliebte sich und schickte seinen Diener Skírnir, um sie um ihn zu werben, aber Gerðr weigerte sich, den Gott zu heiraten, bis Skirnir drohte, Gerðr mit Freyjas Schwert zu töten und ihr Land zu beschädigen. Gerðr willigte schließlich ein, Freyr zu heiraten, der dann Skírnir zur Belohnung sein Schwert gab.

Freys Reich ist Álfheimr, das Land der Elfen. Er ist der Schutzgott Schwedens. Statuen von Odin, Thor, Frey, Frigg und Freyja sind häufig in antiken Tempeln zu finden.