Fujita Toyohachi (1869–1929) – Japanischer Historiker und Ostasienforscher
Fujita Toyohachi (1869–1929) – japanischer Historiker und Ostasienforscher, Peking-Professor, Gründer in Jiangsu und Sammler von 1700+ chinesischen Bänden (Fujita-Bibliothek, Toyo Bunko)
Fujita Toyohachi (Kanji: 藤田豊八;Hiragana: ふじたとよはち) war ein japanischer Historiker und Forscher zu Ostasien. Er lebte vom 19. Oktober 1869 bis zum 15. Juli 1929 und stammte aus der Präfektur Tokushima. Sein (chinesischer) Pseudonym war Jianfeng / Kenfou (劍峰).
Leben und Tätigkeit
Fujita war als Lehrer, Dozent und Wissenschaftler tätig und widmete sich insbesondere der Geschichte Ostasiens. Er gründete eine Schule in Jiangsu, China, und war Lehrender an der Peking-Universität (der Kaiserlichen Universität, 京師大學堂). In Japan und international veröffentlichte er Lehr- und Forschungsarbeiten, die auf der Auswertung chinesischer Quellen basierten und den Austausch zwischen japanischer und chinesischer Geschichtswissenschaft förderten.
Wichtige Werke
Zu seinen bekanntesten Schriften zählen das Lehrbuch für den Sekundarunterricht über die Geschichte Asiens, Secondary Education East Asian history《中等教育東洋史》, sowie die Untersuchung zu historischen Kontakten zwischen Ost und West, Research on the History of East-West Interactions《東西交涉史之研究(東西交渉史の研究)》. Diese Arbeiten wurden sowohl als Lehrmaterial als auch als Beiträge zur Forschung über kulturelle und politische Beziehungen in Eurasien genutzt.
Buchsammlung und Nachlass
Fujita baute eine umfangreiche Sammlung chinesischer Werke auf – mehr als 1.700 Bände. Nach seinem Tod wurden diese an das Toyo Bunko (東洋文庫) übergeben und in einer eigenen Abteilung unter dem Namen Fujita's library「藤田文庫」。 aufbewahrt. Die Sammlung ist bis heute eine wichtige Quelle für Forschende der ostasiatischen Geschichte.
Bedeutung
Fujita Toyohachi gilt als eine bedeutende Persönlichkeit der japanischen Ostasienforschung seiner Zeit. Durch seine Lehrtätigkeit, seine Veröffentlichungen und seine umfangreiche Sammlung trug er zur Vertiefung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen Japan und China bei und förderte die Nutzung chinesischer Primärquellen in der historischen Forschung.
Leben
Fujita wurde 1869 in der Awa-Provinz (Tokushima) geboren.
1895 schloss er sein Studium der chinesischen Sprache an der Freien Kunstschule der Universität von Tokio mit einem Diplom ab.
Danach unterrichtete er die Geschichte der chinesischen Literatur an der Waseda-Universität, der Toyo-Universität und anderen Schulen.
Im Jahr 1896 gründete er zusammen mit Oyanagi Shigeta und anderen das Dongya Xueyuan (東亞學院, East Asia College). Fujita gründete auch die Zeitschrift "Jiangsu Wenxue"《江湖文學》 (Jiangsu Literature).
Im Jahr 1897 besuchte er Shanghai.
1898 half er zusammen mit Luo Zhenyu bei der Gründung der Dongwen Xueshe (東文學社, Gesellschaft für ostasiatische Literatur).
Nach 1904 bat Cen Chunxuan (岑春煊), Gouverneur von Guangxi und Guangdong, Fujita um Hilfe bei der Ausbildung.
Im Jahr 1905 half er auch bei der Gründung des Gymnasiums von Suzhou (江苏师范学堂). Er lud mehr als 10 Lehrer aus Japan ein. Die Qing-Dynastie verlieh ihm daraufhin eine Medaille. Im Jahr 1909 wurde Fujita Professor an der angesehenen Peking-Universität.
1912 kehrte Japan nach Japan zurück. Er lebte in Tokio und erforschte die Geschichte der Ost-West-Interaktionen. Im Jahr 1920 erhielt er einen Doktortitel in Literatur.
Im Jahr 1923 war er Professor an der Universität Waseda. Er lehrte die Geschichte des Ost-West-Seetransports und die Geschichte der westlichen Regionen (China, Xiyu, das heutige Xinjiang).
Im Jahr 1925 wurde er Professor an der kaiserlichen Universität Tokio und erster Dozent für ostasiatische Geschichte.
Im Jahr 1928 wurde er Professor und Minister für Kultur und Politik an der Taibei Imperial University (臺北帝國大學). Im Mai 1929 kehrte er nach Tokio zurück, um erneut einen Vortrag über die Geschichte der Xiyu zu halten. Doch im Juli starb er an Nierenversagen.
Werke
- Die Geschichte der Literaturgesellschaft des Orients, 1896-97
- Vorkönigliche Literatur Historische Entwürfe der chinesischen Literatur Tung Wah Tong, 1897
- Erzählung des Orients, Arus (Die Japanische Kinderbibliothek), 1929
- 東西交渉史の研究 南海篇 南海篇 岡書院, 1932
- 東西交渉の研究 巻上・下 巻上・下(南海篇,西域篇及附篇) 萩原星文館, 1943
Fragen und Antworten
F: Wer war Fujita Toyohachi?
A: Fujita Toyohachi war ein japanischer Schriftsteller und Professor für ostasiatische Geschichte.
F: Wann hat er gelebt?
A: Er lebte von 1869 Oktober 19 bis 1929 Juli 15.
F: Woher stammte er?
A: Er stammte aus der Präfektur Tokushima.
F: Wie lautete sein chinesisches Pseudonym?
A: Sein chinesisches Pseudonym war Jianfeng / Kenfou (劍峰).
F: Welche Schule hat er in Jiangsu, China, gegründet?
A: Er gründete eine Schule in Jiangsu, China.
F: Welche Bücher hat er geschrieben?
A: Er schrieb Secondary Education East Asian history《中等教育東洋史》und Research on the History of East-West Interactions《東西交涉史之研究(東西交渉史の研究)》.
F:Was geschah nach seinem Tod mit seiner Sammlung von über 1700 chinesischen Büchern?
A:Nach seinem Tod wurden diese an die Toyo Bunko (東洋文庫) geschickt und in eine Abteilung namens Fujitas Bibliothek「藤田文庫」 gebracht.
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