Green Acres ist eine amerikanische Sitcom, die von Filmways produziert und von Orion Pictures (jetzt Metro-Goldwyn-Mayer) veröffentlicht wurde. In Green Acres spielen EddieAlbert und Eva Gabor ein ein Ehepaar, Oliver Wendell und Lisa Douglas, das von New York City auf eine ländliche Farm in der fiktiven Gemeinde Hooterville zieht. Die Show hatte auch Nebenrollen von Tom Lester, Frank Cady, Pat Buttram, Alvy Moore, Hank Patterson, Barbara Pepper und einigen anderen. Green Acres ist eine Schwestershow von Petticoat Junction, die ebenfalls in Hooterville stattfindet.
Handlung
Die Serie erzählt die komische Geschichte des New Yorker Anwalts Oliver Wendell Douglas, der zusammen mit seiner eleganten, aus Europa stammenden Frau Lisa das hektische Großstadtleben gegen das ruhige Landleben aufgibt. Oliver hat sich dem Traum verschrieben, ein erfolgreicher Farmer zu werden, ist in den praktischen Dingen des Landlebens jedoch völlig unerfahren. Lisa hingegen fühlt sich zunächst fehl am Platz, bringt aber bald ihre eigene, leicht exzentrische Art in die Dorfgemeinschaft ein. Kern der Comedy ist das „fish‑out‑of‑water“-Motiv: Olivers Idealismus prallt immer wieder auf die skurrilen Eigenheiten der Hooterville-Bewohner, was zu absurden und oft surreal-komischen Situationen führt.
Wichtige Figuren und Besetzung
- Oliver Wendell Douglas – gespielt von EddieAlbert. Ein gutmütiger, aber oft tollpatschiger Ex‑Anwalt mit dem Ehrgeiz, seine Farm erfolgreich zu betreiben.
- Lisa Douglas – gespielt von Eva Gabor ein. Olivers kultivierte Ehefrau, die mit Charme und Glamour das Landleben bereichert und oft für unerwartete Wendungen sorgt.
- Eb Dawson – gespielt von Tom Lester. Olivers junger, naiver Farmhelfer, bekannt für seinen einfachen, treuen Charakter.
- Sam Drucker – gespielt von Frank Cady. Der Besitzer des örtlichen Ladens und eine wiederkehrende Vertrauensperson für das Ehepaar Douglas.
- Weitere wiederkehrende Darsteller sind unter anderem Pat Buttram, Alvy Moore, Hank Patterson und Barbara Pepper, die das ensemble‑artige Umfeld von Hooterville mit unterschiedlichen skurrilen Figuren bevölkern.
- Arnold Ziffel – das berühmte Hausschwein, das wie ein Mensch behandelt wird und zu den bekanntesten Running Gags der Serie gehört.
Produktion und Stil
Die Serie wurde von Jay Sommers entwickelt, der bereits als Autor und ausführender Produzent für Petticoat Junction tätig war. Die Idee basierte auf früheren radiophonen Konzepten und wurde für das Fernsehen weiterentwickelt. Green Acres startete 1965 in einer Zeit, in der „ländliche“ Sitcoms sehr beliebt waren. Charakteristisch für die Serie ist der Mix aus traditioneller Sitcom‑Situationskomik und zunehmend surrealen, selbstreferenziellen Elementen, die besonders in den späteren Staffeln stärker ausgeprägt wurden.
Ausstrahlung, Staffeln und Episoden
Green Acres wurde erstmals am 15. September 1965 auf CBS ausgestrahlt und lief bis zum 27. April 1971. Während ihrer Laufzeit produzierte die Serie sechs Staffeln mit insgesamt 170 Episoden. Nach dem Ende der Originalausstrahlung fand die Serie umfangreiche Verbreitung in der Syndication und blieb als Klassiker der 1960er-Jahre‑Fernsehcomedy populär.
Rezeption und Nachwirkung
Bei ihrem Erscheinen war Green Acres ein Publikumserfolg, obwohl Kritiken die teils skurrile und unrealistische Darstellung des Landlebens bemängelten. Die Serie gilt heute als Kultklassiker und wird häufig wegen ihres eigenwilligen Humors, der liebenswerten Charaktere und der wiederkehrenden Running Gags (wie dem Schwein Arnold) erinnert. Crossovers mit Petticoat Junction und gelegentliche Gastauftritte weiterer bekannter Serienfiguren stärkten das gemeinsame Fernsehuniversum jener Zeit.
Verfügbarkeit
In den Jahrzehnten nach der Erstausstrahlung lief Green Acres weltweit in Syndication; außerdem wurden Episoden und Staffeln auf DVD veröffentlicht und die Serie taucht gelegentlich in Retro‑Programmen und Streamingangeboten auf. Die anhaltende Popularität spiegelt sich in Fan‑Publikationen, Sammlerausgaben und Erinnerungen an das klassische amerikanische Fernsehprogramm wider.
Insgesamt bleibt Green Acres ein typisches Beispiel für die landwirtschaftlich geprägten Sitcoms der 1960er Jahre, das sich durch seine Mischung aus Slapstick, Wortwitz und einer Prise Absurdität bis heute einen Platz in der Fernsehgeschichte gesichert hat.
