Der Humboldtstrom ist eine kalte, salzarme Meeresströmung. Er fließt in nördlicher Richtung entlang der Westküste Südamerikas von der Südspitze Chiles bis in den Norden Perus. Er wird auch als "Perustrom" bezeichnet und fließt in Richtung des Äquators. Er erstreckt sich 1.000 Kilometer vor der Küste.

Der Humboldtstrom ist ein großes marines Ökosystem, benannt nach dem preußischen Naturforscher Alexander von Humboldt. Er ist eines der wichtigsten Nährstoffsysteme der Welt, das Nährstoffe in die Oberflächengewässer des Ozeans bringt. Dadurch wird ein außergewöhnlicher Reichtum an Meereslebewesen gefördert. Der Auftrieb erfolgt vor Peru ganzjährig, vor Chile nur im Frühjahr und Sommer. Dies liegt daran, dass das subtropische Hochdruckzentrum im Sommer verschoben wird.

Etwa 18-20% des weltweiten Fischfangs stammen aus dem Humboldtstrom. Die Fischarten sind hauptsächlich pelagisch: Sardinen, Sardellen und Makrelen. Diese hohe Produktivität unterstützt andere wichtige Fischereiressourcen sowie Meeressäuger (Ohrenrobben und Wale) und Seevögel. Das kalte, nährstoffreiche Wasser, das an die Oberfläche aufsteigt, treibt die außergewöhnliche Produktivität des Systems an.

Der Humboldtstrom ist Teil eines viel größeren Systems, des Südpazifikwirbels.