Krumbach, Schwaben (Kreis) war bis 1972/07/01 ein Landkreis in Schwaben im Südwesten Bayerns, Deutschland. Krumbach war die Hauptstadt dieses Landkreises. Das Autozeichen war KRU.
Der Distrikt umfasste 49 Gemeinden. Die größten von ihnen waren die Städte Krumbach, Bayern und Thannhausen sowie die Gemeinden Ziemetshausen, Neuburg an der Kammel und Ursberg.
Geschichte
Der Landkreis Krumbach entstand im Zuge der Verwaltungsreformen im 19. Jahrhundert, als in Bayern moderne Kreisstrukturen eingeführt wurden. Über die Jahrzehnte diente der Kreis als lokale Verwaltungseinheit mit Zuständigkeiten in Bereichen wie Bauwesen, Schulwesen, Straßenverkehr und Sozialhilfe. Die Region weist eine lange Siedlungsgeschichte und zahlreiche Spuren früherer Herrschaften auf; kirchliche Einrichtungen (z. B. das Kloster in Ursberg) und lokale Handwerks- und Markttraditionen prägten die Entwicklung der Gemeinden.
Geografie und Wirtschaft
Geografisch lag der Kreis in der hügeligen, zum Teil von Flusstälern durchzogenen Landschaft Schwabens. Typisch für das Gebiet sind landwirtschaftlich genutzte Flächen, Streuobstwiesen, kleine Wälder und Flusstäler (unter anderem die Kammel). Die Wirtschaft war überwiegend von Landwirtschaft und verarbeitendem Gewerbe in den kleineren Städten geprägt; zahlreiche Handwerksbetriebe, Mittelstandsbetriebe und regionale Dienstleister bildeten das wirtschaftliche Rückgrat.
Verwaltung und Gemeinden
Innerhalb des Landkreises gab es eine Mischung aus Städten, Märkten und kleineren Landgemeinden. Insgesamt zählte der Kreis 49 Gemeinden, darunter die bereits genannten größeren Orte. Krumbach als Verwaltungssitz bot die zentralen Einrichtungen wie das Landratsamt, Amtsgerichte und Schulen für den Landkreis.
Auflösung und Nachfolge
Im Jahr 1972 wurde der Kreis zusammen mit Günzburg (Kreis) und dem Stadtteil Günzburg zum Günzburger Kreis in der heutigen Form.
Die Zusammenlegung erfolgte im Rahmen der bayerischen Gebietsreform (Kreisreform) zu Beginn der 1970er Jahre, die eine effizientere Verwaltung und größere Verwaltungseinheiten zum Ziel hatte. Mit der Bildung des heutigen Landkreises Günzburg gingen viele Aufgaben des ehemaligen Landkreises Krumbach an die neue Kreisverwaltung über. Das ehemalige Kfz-Kennzeichen KRU entfiel zugunsten des Kennzeichens des Landkreises Günzburg (GZ).
Kulturelles Erbe und Sehenswürdigkeiten
Im ehemaligen Kreisgebiet finden sich mehrere historisch und kulturell bedeutsame Orte: Klöster und Kirchen, traditionelle Marktplätze sowie Baudenkmäler in den Stadtzentren. Das Kloster Ursberg ist ein Beispiel für das religiöse und kulturelle Erbe der Region. Zahlreiche lokale Feste, Brauchtümer und Vereinsstrukturen erhalten die dörfliche und städtische Identität der ehemaligen Kreiskommunen.
Hinweis: Viele Verwaltungsaufgaben und Zuständigkeiten, die einst vom Landkreis Krumbach wahrgenommen wurden, werden heute vom Landkreis Günzburg weitergeführt. Informationen zu einzelnen Orten und ihrer heutigen Verwaltungszugehörigkeit sind bei den jeweiligen Gemeindeverwaltungen oder beim Landkreis Günzburg erhältlich.