Was ist KWord? Kostenloses Textverarbeitungsprogramm mit Rahmenlayout

KWord – kostenloses Textverarbeitungsprogramm von KOffice/KDE mit flexiblem Rahmenlayout wie FrameMaker: einfache Gestaltung komplexer Seiten durch verbundene Frames.

Autor: Leandro Alegsa

KWord ist ein kostenloses Textverarbeitungsprogramm, das Teil des KOffice-Projekts und der K-Desktop-Umgebung ist.

Das Text-Layout-Schema in KWord basiert auf Rahmen, wodurch es wie Adobe FrameMaker aussieht. Diese können an beliebiger Stelle auf der Seite platziert werden und können Text, Grafiken und eingebettete Objekte enthalten. Jede neue Seite ist ein neuer Rahmen, aber der Text kann durch die Fähigkeit von KWord, Rahmen miteinander zu verbinden, fließen. Durch die Verwendung von Frames lassen sich in KWord komplexe grafische Layouts einfach realisieren.

Wesentliche Merkmale

  • Frame-basiertes Layout: Freies Platzieren von Textrahmen und Grafikrahmen; Rahmen lassen sich verketten, so dass Text über mehrere Rahmen und Seiten hinweg fließt.
  • Integration von Text und Grafik: Einfügen und Skalieren von Bildern, Einbettung von Objekten und einfache Kombination von Text mit grafischen Elementen.
  • Formatvorlagen und Formatierung: Grundlegende Formatvorlagen für Absätze und Zeichen, Aufzählungen, Einzüge und Spaltensätze zur Strukturierung von Dokumenten.
  • Tabellen und einfache Layout-Elemente: Unterstützung für Tabellen, Rahmen und Positionierungsoptionen, um Seitenlayout und technische Dokumente zu realisieren.
  • Exportmöglichkeiten: Möglichkeit, Dokumente in übliche Formate zu exportieren (z. B. PDF) sowie grundlegende Im- und Exportoptionen für standardisierte Textformate.
  • KDE-Integration: Gute Einbindung in die KDE-Desktop-Umgebung mit gemeinsamen Bibliotheken und Look & Feel.

Typische Einsatzbereiche

KWord eignet sich besonders für Aufgaben, bei denen grafisch anspruchsvollere Seitenlayouts gewünscht sind, beispielsweise:

  • Flyer, Broschüren und Newsletter
  • Technische Dokumentation mit eingebetteten Grafiken
  • Layout-arbeiten, bei denen Text in exakt positionierten Rahmen fließen soll

Kurzanleitung: Grundfunktionen

  • Neues Dokument anlegen: Datei → Neu und gewünschte Seitenformate wählen.
  • Rahmen einfügen: Rahmenwerkzeug auswählen und auf der Seite aufziehen; anschließend Text oder Grafik einfügen.
  • Rahmen verketten: Rahmen auswählen, Verbindungspunkte nutzen, damit Text automatisch in den nächsten Rahmen fließt.
  • Bilder einfügen: Einfügen → Bild, Bild positionieren und bei Bedarf zuschneiden oder skalieren.
  • Exportieren: Datei → Exportieren/Als PDF speichern, um Druck- oder Weitergabeformate zu erzeugen.

Dateiformate und Kompatibilität

KWord wurde primär für Linux und die KDE-Umgebung entwickelt. Es bot Unterstützung für gängige Dokument- und Austauschformate der KOffice-Familie und ermöglichte in vielen Fällen den Export in druckbare Formate wie PDF. Für Nutzer, die plattformübergreifende, stark gepflegte Office-Suiten benötigen, sind modernere Alternativen verfügbar.

Aktueller Entwicklungsstand

KWord war ein Bestandteil des KOffice-Projekts; das ursprüngliche KOffice wurde später von der Calligra Suite abgelöst. Die Entwicklung von KWord selbst ist nicht mehr so aktiv wie früher, und viele Anwender sind auf Nachfolgeprojekte wie Calligra Words oder andere freie Office-Lösungen ausgewichen. Für Neuprojekte empfiehlt es sich, die aktuell gepflegten Programme zu prüfen, insbesondere wenn Kompatibilität zu aktuellen Dateistandards oder aktive Weiterentwicklung wichtig sind.

Alternativen

  • Für textorientierte Arbeiten und umfassende Office-Funktionen: LibreOffice Writer
  • Für anspruchsvolle Seitenlayouts und Layout-Kontrolle: Scribus
  • Für KDE-Integration und Nachfolgefunktionalität: Calligra Words (Teil der Calligra Suite)

Wenn Sie Hilfe bei konkreten Aufgaben in KWord benötigen (z. B. Verketten von Rahmen, PDF-Export oder Import von Bildern), nenne ich gern eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihr Szenario.

Geschichte

KWord wurde 1998 im Rahmen des KOffice-Projekts unter Verwendung einiger Ideen von FrameMaker wie z. B. dem Frame-Ansatz erstellt. Der Erstautor sagte, dass die Anwendung und ihr Code nicht die besten waren, da es seine erste objektorientierte Anwendung war.

Im Jahr 2000 wurde die KWord-Anwendung auf eine Weise erstellt, die es sehr schwer machte, Probleme zu beheben, und niemand arbeitete mehr an den Problemen. In dieser ganzen Zeit hatte es keine offizielle Freigabe der Anwendung gegeben. Im selben Jahr begann ein neuer Maintainer mit der Arbeit an der Anwendung, und im Laufe des Jahres 2000 und Anfang 2001 arbeitete er daran, alle Probleme im Code der Anwendung zu beheben. []

Verwandte Seiten



Suche in der Enzyklopädie
AlegsaOnline.com - 2020 / 2025 - License CC3