Louis Persinger

Louis Persinger (geb. Rochester, Illinois, USA, 11. Februar 1887; gest. New York 31. Dezember 1966) war ein amerikanischer Geiger und Pianist.

Louis Persinger trat zum ersten Mal öffentlich auf, als er 12 Jahre alt war. Er studierte am Leipziger Konservatorium bei Hans Becker, später bei Eugène Ysaÿe in Brüssel und zwei Sommer lang bei Jacques Thibaud in Frankreich. Er wurde Leiter der Berliner Philharmoniker und des Orchesters der Königlichen Oper in Brüssel. 1912 kehrte er in die USA zurück und spielte mit dem Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Leopold Stokowski. 1915 wurde er zum Leiter und Assistenzdirigenten des San Francisco Symphony Orchestra ernannt. Er folgte Leopold Auer 1930 als Lehrer an der Juilliard School in New York.

Neben seiner Arbeit mit Orchestern spielte er Kammermusik, gründete sein eigenes Streichquartett und leitete die Chamber Music Society of San Francisco.

Persinger ist heute vor allem als Lehrer mehrerer großer Geiger in Erinnerung, darunter Yehudi Menuhin, Ruggiero Ricci, Isaac Stern. Seine Art zu unterrichten war anders als die der meisten anderen Lehrer. Er konzentrierte sich auf Dinge, die das Interesse seiner Schüler wecken würden, und verwendete einfache Worte.

Als Klavierbegleiter spielte er mit Ruggiero Ricci bei vielen Liederabenden und Aufnahmen. Er spielte auch für Yehudi Menuhin, als der 10-jährige Junge sein erstes Rezital in New York gab.

An seinem 75. Geburtstag gab er ein Rezital in der Julliard School of Music, wobei er die Hälfte des Programms auf der Violine und die andere Hälfte auf dem Klavier spielte.

Das Porträt von Louis Persinger (vor 1928)
Das Porträt von Louis Persinger (vor 1928)

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