Koordinaten: 49°36′36″E 6°08′00″E / 49.61000°N 6.13333°E / 49.61000; 6.13333
Der Bezirk Luxemburg (luxemburgisch: Lëtzebuerg) war einer von drei Bezirken des Großherzogtums Luxemburg. Seine Hauptstadt war Luxemburg-Stadt.
Im Jahr 2015 wurden die Distrikte abgeschafft.
Der Distrikt liegt im Südwesten des Landes. Mit einer Fläche von 904,34 km2 (349,2 Quadratmeilen) war er der zweitgrößte der drei Distrikte. Es war der Bezirk, in dem mehr Menschen leben, mit einer Bevölkerung von 401.041 Einwohnern im Jahr 2014 und einer Bevölkerungsdichte von 443,5 Einwohnern/km².
Geographie
Der frühere Bezirk Luxemburg erstreckte sich über den südwestlichen und zentralen Teil des Großherzogtums. Er grenzte im Süden an Frankreich und im Westen an Belgien; im Norden und Osten stieß er an die ehemaligen Bezirke Diekirch bzw. Grevenmacher. Die Landschaft reicht von dicht besiedelten urbanen Gebieten rund um Luxemburg-Stadt bis zu ländlicheren Abschnitten im Norden des Bezirks.
Verwaltungsgliederung
Der Bezirk bestand aus mehreren Kantonen; die wichtigsten waren:
- Canton Capellen
- Canton Esch-sur-Alzette
- Canton Luxembourg
- Canton Mersch
Innerhalb dieser Kantone liegen zahlreiche Gemeinden; die größte Stadt des Bezirks war Luxemburg-Stadt, daneben gehören zu den bedeutenden Städten und Gemeinden Esch-sur-Alzette, Dudelange, Differdange und Bettembourg (im Süden) sowie mehrere Vororte und Pendlergemeinden rund um die Hauptstadt.
Bevölkerung und Entwicklung
Der Bezirk verzeichnete hohe Bevölkerungsdichten und starkes Bevölkerungswachstum in den Jahrzehnten vor 2015. Ursachen waren vor allem die wirtschaftliche Dynamik der Hauptstadtregion, Zuwanderung und der Zustrom von Grenzgängern aus den Nachbarländern. Die Struktur ist durch eine Mischung aus dicht bebauten Stadtgebieten und suburbanen sowie ländlicheren Gemeinden geprägt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Wirtschaftsstruktur des ehemaligen Bezirks war vielfältig: In und um Luxemburg-Stadt dominieren Finanzdienstleistungen, EU- und internationale Institutionen sowie Verwaltung. Im Süden (insbesondere im Raum Esch-sur-Alzette) spielte die Industrie, historisch der Stahlsektor (Minette‑Region), eine wichtige Rolle; heute gibt es dort auch Dienstleistungs‑ und Entwicklungsprojekte. Verkehrsinfrastrukturen wie der internationale Flughafen bei Findel, gut ausgebaute Autobahn- und Schienenverbindungen sowie grenzüberschreitende Pendlerströme sind kennzeichnend.
Auflösung der Bezirke
Die Distrikte wurden im Jahr 2015 aufgehoben; seitdem bestehen sie nicht mehr als Verwaltungsebene. Ihre bisherigen Aufgaben und Zuständigkeiten wurden auf andere Verwaltungsebenen und die zentralstaatliche Verwaltung übertragen.
Kurz zusammengefasst: Der ehemalige Bezirk Luxemburg war das bevölkerungsreichste der drei Bezirke Luxemburgs, mit der Hauptstadt Luxemburg-Stadt als wirtschaftlichem und politischem Zentrum. Mit einer Fläche von 904,34 km² und rund 401.041 Einwohnern (2014) prägte er die südliche und zentrale Region des Landes bis zur Verwaltungsreform 2015.





