Die makedonische Phalanx ist eine von Philipp II. entwickelte Infanterieformation. Sie wurde von seinem Sohn Alexander dem Großen zur Eroberung des Persischen Reiches eingesetzt. Die Formation bestand aus Speerkämpfern, die 18 bis 20 ft (5,5-6 m) lange Speere trugen. Diese wurden Sarissa genannt. Sie waren beidhändig; die kleineren Schilde wurden über die linke Schulter geschleudert.
Die mazedonische Phalanx war von vorne uneinnehmbar, aber von den Seiten und von hinten verwundbar, wo sie von der feindlichen Kavallerie angegriffen werden konnte. Daher benötigte das System Schutz, den es von der mazedonischen Kavallerie erhielt, die die flexibelste Truppe war. Zu Beginn einer Schlacht benutzte Alexander die Phalanx, um den Feind festzunageln. Seine schwere Kavallerie trieb das feindliche Pferd vom Feld und griff dann ausgewählte Gegner an oder legte die Flanken feindlicher Einheiten frei. Dann würde die Phalanx gegen das Zentrum vorrücken.
Die frühen griechischen Stadtstaaten kämpften oft auf engen Talböden, wo die Kavallerie nicht so wichtig war. Oft gab es nur wenig oder gar keine Kavallerie. Aber in den griechisch-persischen Kriegen wurden die Schlachten auf offenerem Land geschlagen, wo die Kavallerie eine große Kraft war. Ein Beispiel dafür ist die Schlacht von Gaugamela. Dort manövrierte Alexander nach rechts, um eine doppelte Umzingelung durch die persische Armee zu verhindern. Dareios befahl seiner Kavallerie an der linken Flanke, die Schrägbewegung der Griechen durch einen Angriff auf ihre Kavallerie zu bremsen. Alexanders begleitende Kavallerie griff dann das geschwächte feindliche Zentrum an, in dem Dareios postiert war, und wurde von der Phalanxformation verfolgt.


