Metropolis (1927) – Fritz Langs Stummfilmklassiker: Science‑Fiction & Dystopie
Metropolis (1927) – Fritz Langs Stummfilm-Science‑Fiction-Klassiker: epische Dystopie, beeindruckende Sets, soziale Gegensätze und filmhistorische Bedeutung.
Metropolis (1927) ist ein westdeutsches stummes Wissenschaftsdrama. Er wurde von Fritz Lang geschrieben und inszeniert. Er wurde in Deutschland gedreht. Er war der teuerste Stummfilm der damaligen Zeit. Der Film spielt im Jahr 2026 in einem Stadtstaat namens Metropolis. Die Menschen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe sind die Denker. Sie leben auf der Erde in Luxus. Die andere Gruppe sind die Arbeiter. Sie arbeiten unterirdisch. Sie machen das Leben der Denker möglich. Der Film zeichnet sich durch Spezialeffekte und Bühnenbild aus. Seine Inspiration für die Sets holte sich Lang aus Manhattan. Der Film wurde im Januar 1927 in Deutschland eröffnet. In den Vereinigten Staaten wurde er im März 1927 eröffnet. Die amerikanische Kopie ist die einzige erhaltene Kopie.
Handlung (Kurz)
In der futuristischen Stadt Metropolis herrscht eine strikte soziale Trennung: Die wohlhabenden Planer und Unternehmer leben oben in glänzenden Türmen, während die Arbeiter unter Tage in großen Maschinenhallen schuften. Der Sohn des Stadtchefs, Freder Fredersen, entdeckt das Elend der Arbeiter und verliebt sich in Maria, eine junge Frau, die zu den Arbeitern predigt und Versöhnung zwischen den Klassen fordert. Der Erfinder Rotwang konstruiert eine Maschine in Gestalt einer künstlichen Maria, um Aufruhr zu provozieren. Es entfaltet sich ein Drama um Macht, Technik, Aufruhr und die Frage, wie ein Ausgleich zwischen „Kopf“ und „Hand“ gefunden werden kann.
Entstehung und Produktion
Regie führte Fritz Lang; das Drehbuch schrieb Lang zusammen mit seiner damaligen Frau Thea von Harbou. Produziert wurde der Film von der UFA. Die aufwendigen Kulissen entwarfen die Szenenbildner Erich Kettelhut, Otto Hunte und Karl Vollbrecht. Für die Kameraarbeit wirkten unter anderem Karl Freund und Günther Rittau mit. Die Musik komponierte Gottfried Huppertz, deren Motive oft in Restaurierungen wiederverwendet werden.
Stil, Effekte und Themen
- Der Film verbindet Elemente des deutschen Expressionismus mit futuristischen Städten und monumentalen Maschinenräumen.
- Als Spezialverfahren kam unter anderem das Schüfftan-Verfahren zum Einsatz, mit dem Spiegel und Glas genutzt wurden, um große Städte und komplexe Effekte vorzutäuschen.
- Inhaltlich behandelt Metropolis industrielle Ausbeutung, Klassenkonflikte, die Gefahren einer entkoppelten Technik und die Suche nach einem vermittelnden „Herz“ zwischen den mächtigen Denkern und den arbeitenden Händen. Der berühmte Satz aus dem Film lautet sinngemäß: „Der Mittler zwischen Kopf und Hand muss das Herz sein.“
- Die Figur der künstlichen Maria (Maschinenmensch) gilt als frühes, ikonisches Beispiel des humanoiden Roboters im Kino und beeinflusste zahlreiche spätere Science‑Fiction‑Darstellungen.
Wichtige Mitwirkende (Auswahl)
- Brigitte Helm als Maria / Maschinenmensch
- Gustav Fröhlich als Freder Fredersen
- Alfred Abel als Joh Fredersen
- Rudolf Klein-Rogge als Rotwang
- Regie: Fritz Lang — Drehbuch: Fritz Lang & Thea von Harbou
Premiere, Versionen und Restaurierung
Bei der Uraufführung im Januar 1927 (Premiere in Berlin) wurde ein deutlich längerer Schnitt gezeigt als die später im Ausland verbreiteten Fassungen. Für internationale Märkte — insbesondere die USA — wurde der Film stark gekürzt und ummontiert, weshalb in den folgenden Jahrzehnten verschiedene, teils stark verkürzte Versionen zirkulierten. Die Aussage in älteren Texten, die einzige erhaltene Kopie sei die amerikanische, ist veraltet: Es existierten und existieren mehrere stark unterschiedliche Fassungen, teilweise nur fragmentarisch.
Eine entscheidende Wiederentdeckung gelang 2008, als in Buenos Aires eine umfangreich fehlende Sequenz und weitere Materialstücke gefunden wurden. Auf dieser Basis erstellte die Friedrich‑Wilhelm‑Murnau‑Stiftung zusammen mit internationalen Partnern eine weitgehend vollständige Restaurierung, die 2010 in einer Fassung von etwa 148 Minuten präsentiert wurde. Diese Rekonstruktion nähert sich dem ursprünglichen Filmgefühl und hat das Verständnis von Metropolis deutlich erweitert.
Rezeption und Wirkung
Die zeitgenössische Rezeption war gemischt: Kritik richtete sich gegen Länge und melodramatische Züge, zugleich wurden Technik und Bildgestaltung gelobt. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich Metropolis zu einem der einflussreichsten Werke der Filmgeschichte. Sein ikonisches Stadtbild, die Maschinenhallen und die Figur der künstlichen Maria prägten späteres Science‑Fiction‑Design in Literatur, Film und Grafik — Beispiele sind visuelle Referenzen in Hollywood‑Produktionen und in der populären Kultur.
Warum der Film heute wichtig ist
Metropolis gilt als Meilenstein der frühen Science‑Fiction und des visuellen Filmschaffens. Er zeigt, wie Kino Technik, Architektur und soziale Fragen zusammenführen kann. Seine Restaurierungen haben die ursprüngliche künstlerische Absicht wieder deutlich gemacht und ermöglichen heutiger Publikumsschichten, den Film sowohl als historisches Dokument als auch als ästhetisches Erlebnis zu sehen.

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Fragen und Antworten
F: Was ist Metropolis?
A: Metropolis ist ein stummes Wissenschaftsdrama, das von Fritz Lang geschrieben und inszeniert wurde.
F: Wann wurde Metropolis gedreht?
A: Metropolis wurde in Deutschland im Jahr 1927 gedreht.
F: Was war der teuerste Stummfilm seiner Zeit?
A: Metropolis war der teuerste Stummfilm seiner Zeit.
F: Wo spielt der Film?
A: Der Film spielt in einem Stadtstaat namens Metropolis im Jahr 2026.
F: Wie waren die Menschen in Metropolis geteilt?
A: Die Menschen in Metropolis waren in zwei Gruppen aufgeteilt: die Denker, die auf der Erde in Luxus lebten, und die Arbeiter, die im Untergrund arbeiteten, um das Leben der Denker zu ermöglichen.
F: Warum hat sich Lang für die Kulissen des Films von Manhattan inspirieren lassen?
A: Lang hat sich für die Kulissen des Films von Manhattan inspirieren lassen.
F: Wo kann man die noch erhaltene Kopie von Metropolis finden?
A: Die überlebende Kopie von Metropolis befindet sich in den Vereinigten Staaten, da sie die einzige überlebende Kopie des Films war.
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