Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine schwere, schmerzhafte und chronische (lang andauernde) Krankheit. Sie ist eine Autoimmunkrankheit - eine Krankheit, bei der das Immunsystem des Körpers gesunde Zellen angreift. Wenn eine Person an RA erkrankt ist, greift ihr Immunsystem die Gelenke und das Gewebe um die Gelenke herum im Körper an. Dies verursacht verschiedene Probleme, wie
- Die Kapseln um die Gelenke schwellen an
- Der Körper produziert zu viel Synovialflüssigkeit (die spezielle Flüssigkeit, die die Gelenke polstern soll)
- Im Bereich der Synovia bildet sich zähes Fasergewebe (das auch die Gelenke abfedern soll)
Letztendlich kann RA den Gelenkknorpel einer Person zerstören. Normalerweise bedeckt der Gelenkknorpel (der mit den Gelenken zu tun hat) das Ende der Knochen, wo sie zusammenkommen und Gelenke bilden. Dadurch wird verhindert, dass die Knochen aneinander reiben. Wenn der Gelenkknorpel durch RA zerstört worden ist, reiben die Knochen aneinander, was sehr schmerzhaft ist.
Niemand weiß, was RA verursacht, aber einige Theorien besagen, dass sie mit Hormonen, Umwelt, Infektionen und Genen zu tun hat. Es gibt keine Heilung, aber die Ärzte haben Wege gefunden, um die Auswirkungen der Krankheit zu verlangsamen und zu verringern. Die Wahrscheinlichkeit, an rheumatoider Arthritis zu erkranken, ist bei Frauen zwei- bis dreimal höher als bei Männern. Die meisten Fälle von RA treten bei Menschen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren auf.
RA wurde erstmals um 1800 von Dr. Augustin Jacob Landré-Beauvais anerkannt.