Rottweiler – Herkunft, Aussehen, Charakter, Haltung & Pflege
Rottweiler: Herkunft, Aussehen, Charakter, Haltung & Pflege – Infos zu Temperament, Erziehung, Gesundheit und praktischen Pflege-Tipps für verantwortungsbewusste Halter.
Der Rottweiler (UK: /ˈrɒtvaɪlə/ oder /ˈrɒtwaɪlə/, US: /rɒtwaɪlər/) ist eine Rasse von Haushunden, die als mittelgroß bis groß oder groß angesehen wird. Ihr Fell ist meist schwarz, mit braunem Fell an den Läufen und im Gesicht. Sie sind ausgezeichnete Wach-, Hüte- und Begleithunde.
Herkunft
Der Rottweiler hat seine Wurzeln in Süddeutschland, insbesondere in der Gegend um die Stadt Rottweil. Die Vorfahren stammen vermutlich von römischen Treibhunden ab, die mit den Legionen nach Mitteleuropa kamen. Im Mittelalter nutzte man sie zum Viehtreiben, als Zug- und Hofhund. Mit der Industrialisierung verloren viele dieser Aufgaben an Bedeutung, doch die Rasse entwickelte sich weiter und wurde im 19. und 20. Jahrhundert auch als Schutz- und Diensthund geschätzt.
Aussehen
- Größe: Rüden ca. 61–68 cm, Hündinnen ca. 56–63 cm Schulterhöhe (Angaben nach gängigen Rassestandards).
- Gewicht: Rüden häufig 50–60 kg, Hündinnen meist 35–48 kg (individuell unterschiedlich).
- Fell: Kurz, dicht und wetterfest mit typischer schwarzer Grundfarbe und klar abgegrenzten lohfarbenen Abzeichen an Backen, Brust, Läufen und über den Augen.
- Proportionen: Kräftiger, kompakter Körperbau, kraftvoller Kopf, deutliche Muskulatur und sicherer Gang.
Charakter
Rottweiler sind bekannt für ihre:
- Treue und Bindungsstärke: Sie bauen enge Beziehungen zu ihrer Familie auf.
- Selbstbewusstsein: Ruhig und souverän, nicht leicht reizbar.
- Schutztrieb: Misstrauisch Fremden gegenüber, weshalb sie sehr gute Wachhunde sind.
- Arbeitsfreude und Intelligenz: Sie lernen schnell und eignen sich für viele Aufgaben (Schutzdienst, Fährtenarbeit, Rettung).
Wichtig: Ohne konsequente, aber faire Erziehung und frühe Sozialisation kann der Schutztrieb problematisch werden. Rottweiler benötigen einen ruhigen, kompetenten Halter, der klare Regeln vermittelt.
Haltung & Pflege
Rottweiler sind keine typischen „Stadthunde“, können sich jedoch bei ausreichender Bewegung und Beschäftigung an städtisches Leben anpassen.
- Bewegung: Mindestens tägliche Spaziergänge von 60–90 Minuten, dazu geistige Auslastung (Gehorsamstraining, Suchspiele, Apportieren). Arbeitsaufgaben oder Hundesport sind sehr vorteilhaft.
- Wohnsituation: Ein Haus mit eingezäuntem Garten ist ideal. In Wohnungen sollten lange Alleinzeiten vermieden werden.
- Ernährung: Hochwertiges, alters- und größenangepasstes Futter. Bei Welpen auf langsames, gleichmäßiges Wachstum achten (spezielles Großrassen-Futter). Übergewicht vermeiden, da es die Gelenke stark belastet.
- Pflege: Kurz- bis mittellanges Fell, regelmäßiges bürsten (einmal wöchentlich), in Fellwechselzeiten häufiger. Gelegentlich baden, Ohren und Zähne kontrollieren, Krallen schneiden nach Bedarf.
- Training: Konsequente, positive Erziehung (Belohnungen, klare Regeln). Frühe Sozialisation mit Menschen, Kindern und anderen Tieren ist essentiell.
Gesundheit & Vorsorge
- Lebenserwartung: In der Regel 8–10 Jahre, individuell unterschiedlich.
- Typische Erkrankungen: Hüft- und Ellenbogendysplasie, kardiologische Probleme, Tendenz zu bestimmten Krebserkrankungen (z. B. Osteosarkom), sowie gelegentlich Schilddrüsenprobleme und Augenveränderungen.
- Vorsorge: Regelmäßige Tierarztkontrollen, Impfungen, Wurmkuren und Floh-/Zeckenschutz. Für Zuchthunde sind HD-/ED-Röntgenbefunde, Herzuntersuchungen und Augenuntersuchungen nach Rassestandards empfohlen.
- Gefahr von Magendrehung: Wie bei vielen tiefbrüstigen Rassen besteht ein erhöhtes Risiko für die Magendrehung (Gastric dilatation-volvulus). Hinweise erkennen (Aufgeblähtsein, Unruhe, Würgen) und schnell handeln.
Zucht & Kauf
Wer einen Rottweiler kauft, sollte auf seriöse Züchter achten: Gesundheitsprüfungen der Elterntiere, klare Herkunftsnachweise, verträgliche Aufzuchtbedingungen und Beratung vor und nach dem Kauf sind wichtig. Welpen sollten früh sozialisiert werden und eine Gesundheitsmappe sowie einen Impfpass erhalten.
Für wen eignet sich der Rottweiler?
Rottweiler sind ideal für Menschen, die Erfahrung mit großen Hunden haben oder bereit sind, sich intensiv mit Erziehung und Beschäftigung auseinanderzusetzen. Mit der richtigen Führung sind sie loyale Familienhunde, zuverlässige Arbeitshunde und ausgezeichnete Beschützer. Für Erstbesitzer ohne Vorbereitung sind sie dagegen oft eine Herausforderung.
Kurz zusammengefasst: Der Rottweiler ist eine kräftige, intelligente und loyale Hunderasse mit starkem Schutztrieb. Durch konsequente Erziehung, frühe Sozialisation, ausreichend Bewegung und regelmäßige Gesundheitsvorsorge wird er zu einem zuverlässigen Begleiter.
Geschichte
Der Rottweiler ist eine der ältesten Herdenrassen. Mit einer Geschichte, die möglicherweise bis in das Römische Reich zurückreicht, könnte der Rottweiler ein Nachfahre der alten römischen Treibhunde sein; ein Hund vom Mastifftyp, der ein zuverlässiger, robuster Hund mit großer Intelligenz und Wachinstinkten war.
Verhalten
Hunde sind Rudeltiere. Wenn sie sich bedroht fühlen, werden sie sich verteidigen. Sie werden auch andere Mitglieder des Rudels bis zu einem gewissen Grad schützen. Wie sie sich verteidigen und wie nahe sie sich dem Rest des Rudels (ihren Besitzern) fühlen, hängt von der Natur des Hundes ab. Es hängt auch davon ab, wie sie erzogen wurden. Da Hunde gefährliche Situationen unterschiedlich beurteilen, sollten sie nicht unbeaufsichtigt in der Nähe eines Ortes gelassen werden, an dem sich Menschen streiten. Sie können auch unbeaufsichtigte Bewegungen eines Kindes als einen Angriff beurteilen. Deshalb sollten Hunde nicht in der Nähe von Kindern allein gelassen werden.
Größe
Es gibt kein spezifisches Gewicht für einen Rottweiler, um sich für das Richten auf Hundeausstellungen zu qualifizieren. Der Hund darf weder zu dünn noch zu dick für seine Größe sein. Sowohl Rüden als auch Hündinnen müssen für den American Kennel Club "mittelgroß" sein. Der Allgemeine Deutsche Rottweiler Club (ADRK) listet 50 Kilogramm (110 Pfund) für Rüden und 42 Kilogramm (93 Pfund) für Hündinnen auf.
Erwägungen
Wenn die Eigentümer der Rottweiler nicht erfahren sind, entstehen Probleme. Manchmal werden Menschen, meist Kinder, von diesen Hunden angegriffen. Die Angriffe sind oft das Ergebnis von verantwortungslosen Besitzern. Rottweiler sind sehr intelligent und brauchen ebenso kluge Hundeführer, um sie aufzuziehen.
In einigen Gebieten ist die Zucht bestimmter Hunde eingeschränkt oder verboten worden.
Fragen und Antworten
F: Was ist ein Rottweiler?
A: Ein Rottweiler ist eine Rasse von Haushunden, die als mittelgroß oder groß gilt.
F: Wie sieht ein Rottweiler aus?
A: Ein Rottweiler hat ein Fell, das überwiegend schwarz ist und an den Beinen und im Gesicht eine braune Färbung aufweist.
F: Was sind die häufigsten Verwendungszwecke für Rottweiler?
A: Rottweiler werden häufig als Wachhunde, Hütehunde und Begleithunde eingesetzt.
F: Sind Rottweiler gute Wachhunde?
A: Ja, Rottweiler sind ausgezeichnete Wachhunde.
F: Gibt es verschiedene Größen von Rottweilern?
A: Ja, sie können entweder mittelgroß bis groß oder groß sein.
F: Woher bekommen die meisten Menschen ihren Rottweiler?
A: Die meisten Menschen bekommen ihren Rottweiler von einem Züchter oder einer Rettungsorganisation.
F: Haben alle Rottweiler die gleiche Fellfarbe? A: Nein, nicht alle Rotweiler haben die gleiche Fellfarbe. Sie haben meist ein schwarzes Fell mit braunen Beinen und Gesicht.
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