Koordinaten: 45°43′42″N 4°49′7″E / 45.72833°N 4.81861°E / 45.72833; 4.81861
Die Saône ist ein Fluss im Osten Frankreichs. Sie ist ein rechter Nebenfluss der Rhône. Sie beginnt im Departement Vogesen und mündet in der Stadt Lyon in die Rhône.
Zwei französische Departements tragen den Namen des Flusses in ihrem Namen: Haute-Saône und Saône-et-Loire, beide in der Region Bourgogne-Franche-Comté.
Geographie und Verlauf
Die Saône entspringt im Département Vogesen, nahe der Gemeinde Vioménil, auf einer Höhe von etwa 400 m. Sie fließt überwiegend in südlicher Richtung durch die Regionen Bourgogne-Franche-Comté und Auvergne-Rhône-Alpes und erreicht nach mehreren hundert Kilometern bei Lyon die Rhône, in der Nähe des Stadtviertels „La Confluence“. Entlang ihres Laufs liegen zahlreiche kleinere und mittlere Orte; zu den bekanntesten Städten am Fluss zählen Gray, Chalon-sur-Saône, Tournus und Mâcon.
Maße und Zuflüsse
Die Saône ist ein bedeutender Nebenfluss der Rhône und hat eine Länge von rund 480 km; ihr Einzugsgebiet beträgt grob in der Größenordnung von 30 000 km². Zu ihren wichtigsten Zuflüssen gehören unter anderem die Doubs sowie Flüsse wie die Ognon, die Lanterne und die Grosne; diese und weitere Nebenflüsse prägen das hydrologische System des Einzugsgebiets.
Schifffahrt, Kanäle und Nutzung
Die Saône ist über weite Strecken schiffbar und wurde kanalisiert. An der Saône sind sowohl Güter- als auch Freizeitverkehr von Bedeutung. Durch ein dichtes Netz von Kanälen ist der Fluss mit anderen wichtigen französischen Wasserstraßen verbunden, u. a. mit dem Canal du Centre und dem Canal de Bourgogne sowie lateral geführten Abschnitten wie dem Canal latéral à la Saône. Dadurch besteht eine Verbindung zwischen Rhône/Mittelmeer einerseits und Rhein/Seine/Atlantik andererseits, was historisch und wirtschaftlich wichtig ist.
Ökologie und Schutz
Die Uferbereiche und die Auen der Saône sind ökologisch wertvoll und bieten Lebensraum für zahlreiche Vogel- und Fischarten. Gleichzeitig sind Abschnitte des Flusses von saisonalen Hochwassern betroffen; Maßnahmen zum Hochwasserschutz, zur Verbesserung der Wasserqualität und zur Renaturierung werden regional umgesetzt. Freizeitnutzung wie Angeln, Kanufahren und Radwandern entlang des Flusslaufs ist weit verbreitet.
Geschichtliche und kulturelle Bedeutung
Die Saône hat seit der Antike eine Rolle als Verkehrsader gespielt. Sie trug zur wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen entlang ihres Laufs bei, insbesondere für Landwirtschaft, Handel und die Weinbaugebiete Burgunds. Ortsnamen und Verwaltungsbezeichnungen wie Haute-Saône und Saône-et-Loire zeugen bis heute von der prägenden Bedeutung des Flusses für die Region.
- Quelle: Vogesen (nahe Vioménil), ca. 400 m Höhe
- Mündung: bei Lyon in die Rhône
- Länge: rund 480 km
- Einzugsgebiet: etwa 30 000 km²




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