Die Barnard-Galaxie (auch bekannt als NGC 6822, IC 4895 oder Caldwell 57) ist eine irreguläre Balkenspiralgalaxie. Sie ist etwa 1,6 Millionen Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Schütze (Sagittarius). Die Galaxie ist Teil der Lokalen Gruppe von Galaxien. Sie wurde 1884 von E.E. Barnard mit einem Sechs-Zoll-Refraktorteleskop entdeckt.

Die Galaxie ist eine der Galaxien, die der Milchstraße am nächsten sind. Sie ähnelt in Struktur und Aufbau der Kleinen Magellanschen Wolke. Sie hat einen Durchmesser von etwa 7.000 Lichtjahren.

Die Galaxie ist berühmt, weil dort Cepheiden-Variablen verwendet wurden, um herauszufinden, wie weit die Galaxie entfernt war. Edwin Hubble fand 11 Cepheiden-Variablen-Sterne und verwendete sie, um die Entfernung zur Galaxie zu bestimmen. Dies löste in den 1920er Jahren eine große Debatte über den Maßstab des Universums und die Natur von Spiralgalaxien aus. Es wurde klar, dass alle "Spiralnebel" in Wirklichkeit Spiralgalaxien sind. Sie liegen weit außerhalb unserer eigenen Milchstraße.