Standartenführer war ein Rang der Nazi-Partei, der sowohl in der S.A. als auch in der S.S. verwendet wurde. Er wurde 1925 zum ersten Mal als Dienstgrad eingeführt. 1928 wurde der Dienstgrad einer der ersten in Auftrag gegebenen Nazi-Dienstgrade und wurde an Offiziere der SA und der SS vergeben, die Einheiten mit dem Namen Standarten befehligten, die zwischen dreihundert und fünfhundert Mann zählten.
1929 wurde der Rang des Standartenführers in zwei Ränge aufgeteilt, die als Standartenführer (I) und Standartenführer (II) bezeichnet wurden. Diese Idee wurde 1930 aufgegeben, als sowohl der S.A. als auch der S.S. ihr Rangsystem erweiterten, um mehr Ränge zu ermöglichen.
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs war der Standartenführer sowohl als SS-Rang als auch als Rang der S.A. weit verbreitet. In der Waffen-SS wurde der Rang als Äquivalent zu einem Oberst angesehen.
Das Abzeichen für den Standartenführer bestand aus einem einzigen Eichenblatt, das auf beiden Kragen getragen wurde, und war das erste der S.S.- und S.A.-Reihen, das auf beiden Kragen getragen wurde. Ab 1938 trugen neuere SS-Uniformen die Schulterstücke eines deutschen Oberst sowie die Kragenabzeichen aus Eichenlaub.