Eine Textgrammatik ist das Studium von Texten oberhalb der Satzebene. Sie zeigt, wie Texte so zusammengesetzt sind, dass sie Ideen, Fakten, Botschaften und Fiktion vermitteln.
Ein ähnlicher Begriff ist die Diskursanalyse. Beide befassen sich hauptsächlich mit dem Gebrauch natürlicher Sprache; die Diskursanalyse würde die gesprochene Sprache mit einbeziehen. Die Sprache ist auch der Ursprung der Rhetorik, der alten Studie des überzeugenden Sprechens. In ähnlicher Weise verläuft die Literaturkritik parallel zur Textgrammatik, denn beide konzentrieren sich auf das gedruckte Wort. Ein Ansatz der Textgrammatik legt den Schwerpunkt auf die sprachliche Struktur eines Textes und nicht auf seine kulturelle oder symbolische Bedeutung.
Ein Text ist ein zusammenhängendes Bündel von Sätzen. Kohärent bedeutet, dass sie durch ein einheitliches Thema miteinander verbunden sind. Der Text endet, wenn die Fertigstellung signalisiert wird. Zum Beispiel, wenn ein zu Beginn vorgestelltes Problem gelöst ist oder wenn eine versprochene Diskussion zu einem Abschluss gekommen ist.