Die glorreichen Sieben ist ein amerikanischer Westernfilm. Er wurde 1960 gedreht. Der Musikkomponist war Elmer Bernstein. Er wurde 1960 für einen Oscar für Originalmusiknoten nominiert.

Der Film zeigt Yul Brynner, Eli Wallach und Steve McQueen. Der Film ist eine westlich geprägte Version von Akira Kurosawas japanischsprachigem Film Sieben Samurai aus dem Jahr 1954. Weitere Schauspieler sind Charles Bronson, Robert Vaughn, James Coburn, Brad Dexter, Horst Buchholz und Bing Russell.

Ein mexikanisches Dorf wird immer wieder von einem Banditen (Eli Wallach) und seiner Bande überfallen, um Lebensmittel und Vorräte zu bekommen. Die sieben sind eine Gruppe von Revolverhelden, die zum Schutz des Dorfes angeheuert wurden. Der Film wurde vor Ort in Mexiko gedreht. Eine der für das Dorf benutzten Städte ist Durango.

Im Jahr 2013 wurde der Film von der Library of Congress für die Aufbewahrung im National Film Registry ausgewählt, weil er "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam" ist. Dies bedeutet, dass der Film vor Schäden geschützt wird, die bei älteren Filmen, die zur Herstellung von Filmen verwendet wurden, auftreten können.

Handlung und Thema

Die Grundhandlung folgt dem Motiv des Originals: ein armes Dorf wird von Banditen bedroht und engagiert eine Gruppe bewaffneter Männer zum Schutz. Im Verlauf des Films treten moralische Fragen, Opferbereitschaft und die Gegensätze zwischen städtischer Gewalt und ländlicher Not deutlich hervor. Anders als in vielen klassischen Western wird die Gruppe nicht ausschließlich als Helden, sondern auch als pragmatische Söldner mit persönlichen Motiven gezeigt. Der finale Verlauf ist bittersüß: das Dorf wird zwar gerettet, doch der Sieg hat seinen Preis.

Produktion, Stil und Schauplätze

Regie führte John Sturges; die Verlagerung der Geschichte von Japan in den amerikanisch-mexikanischen Westen verleiht der Erzählung neue kulturelle und visuelle Aspekte. Die Dreharbeiten in Mexiko, insbesondere in Durango, trugen mit ihrer rauen Landschaft wesentlich zur Atmosphäre des Films bei. Kamera, Kostüme und Ausstattung orientieren sich am klassischen Stilmix des amerikanischen Westens der 1950er/60er Jahre, gleichzeitig wurde das Ensemble-Konzept und die dramatische Choreografie der Gefechte bewusst aus Kurosawas Vorlage adaptiert.

Musik

Die Filmmusik von Elmer Bernstein gilt als eine der einprägsamsten Western-Melodien der Filmgeschichte. Das markante Hauptthema wurde vielfach zitiert und verwendet und trug entscheidend zur Stimmung des Films bei. Die Oscar-Nominierung würdigt die musikalische Leistung und ihre prägende Wirkung auf das Genre.

Rezeption und Nachwirkung

Bei seiner Veröffentlichung war Die glorreichen Sieben sowohl kommerziell erfolgreich als auch beim Publikum beliebt; der Film trug zur Popularität mehrerer Darsteller bei, vor allem von Steve McQueen, der hier zu einem der großen Stars der 1960er aufstieg. Kritiker lobten das Tempo, die Besetzung und die musikalische Untermalung; andere hoben die erfolgreiche Übertragung eines japanischen Erzählprinzips in einen amerikanischen Kontext hervor.

Der Film beeinflusste das Western-Genre nachhaltig und führte zu mehreren Fortsetzungen sowie zu einer Neuverfilmung im Jahr 2016. Die Idee des zusammenkommenden Heldenensembles, das ein Dorf oder eine Gemeinschaft verteidigt, wurde zu einem wiederkehrenden Motiv in Action- und Abenteuerfilmen.

Trivia

  • Der Film gilt als ein frühes Beispiel für transkulturelles Remake-Kino: eine Geschichte aus dem japanischen Raum wurde für ein westliches Publikum neu interpretiert.
  • Die ikonische Filmmusik wird bis heute in Medien und Werbung zitiert und ist fester Bestandteil der Popkultur.
  • 2013 wurde die Aufnahme in das National Film Registry der Library of Congress als Anerkennung für die kulturelle, historische und ästhetische Bedeutung des Films ausgesprochen.