Die Theorie der Formen ist eine philosophische Idee, die von dem berühmten griechischen Philosophen Platon vertreten wird. Platon glaubte, dass hinter jedem einzelnen Ding in unserer Welt eine Form steht, die das wahre ewige Wesen dieses Dings ist. Wir können diese Ansicht an einem Beispiel erläutern. In der Welt gibt es viele verschiedene Pferde: große Pferde und kleine Pferde, Schimmel und Schimmel, alte Pferde und junge Pferde und so weiter. Nach Platon ist jedes Pferd eine unvollkommene Kopie der Pferde-'Form', des einzig wahren Pferdes. Mit anderen Worten, sie alle sind Imitationen des perfekten Pferdes. Platon verwendet Schatten als eine Analogie: So wie ein Baum einen Schatten bildet, so ist der Baum selbst ein Schatten der "Form", des einzig wahren Baumes. Die Theorie der Formen gilt nicht nur für physische Objekte, sondern auch für abstrakte Begriffe wie Schönheit, Zorn, Gut und Böse.

Platon erklärt auch, dass es uns unmöglich ist, diese Formen über unsere Sinne, wie unseren Hör- oder Sehsinn, wahrzunehmen. Der einzige Weg, wie wir eine Form wirklich verstehen können, ist durch den Einsatz von Logik und Mathematik. Durch die Mathematik haben wir die Form des Dreiecks entdeckt: ein Polygon mit 3 Seiten. Wir werden jedoch nie in der Lage sein, ein solches Dreieck wirklich mit unseren Augen zu sehen. Selbst wenn wir versuchen würden, es mit einem Lineal auf eine Weißwandtafel zu zeichnen, werden seine Linien nie vollkommen gerade und zweidimensional sein.