To a Mouse – Robert Burns’ Gedicht (1785) und Einfluss auf Steinbeck
Robert Burns' 1785-Gedicht "To a Mouse" und sein Einfluss auf John Steinbecks "Von Mäusen und Menschen" – Ursprung, Textanalyse und literarische Wirkung kompakt erklärt.
"To a Mouse, on Turning Her Up in Her Nest with the Plough" (häufig kurz "To a Mouse") ist ein Gedicht von Robert Burns, das 1785 in Schottland entstand. Geschrieben in Burns' charakteristischem schottischen Dialekt, richtet sich das Gedicht unmittelbar an eine Feldmaus, deren Boden der Sprecher beim Pflügen versehentlich zerstört hat. In einfachen, zugleich eindringlichen Bildern verbindet Burns Mitleid mit der kleinen Kreatur und Selbstreflexion: er erkennt, dass sowohl Mäuse als auch Menschen von launenhaften äußeren Umständen abhängig sind und dass wohlgeplante Absichten oft scheitern.
Themen und Ton
Das Gedicht mischt Humor, Reue und Melancholie. Burns beschreibt die zerstörte Behausung der Maus und drückt sein Bedauern aus, ohne die Existenz der Natur als kalt oder gleichgültig darzustellen. Zugleich zieht er eine Parallele zwischen dem Schicksal der Maus und dem menschlichen Leben: Pläne und Hoffnungen können durch Zufall oder ungünstige Umstände zunichtegemacht werden. Diese Einsicht macht das Werk zu einer universellen Meditation über Vergänglichkeit, Verletzlichkeit und die Grenzen menschlicher Kontrolle.
Sprache und Wirkung
Verfasst in Scots, enthält das Gedicht Ausdrücke und Lautformen, die in Übersetzungen oft unterschiedlich wiedergegeben werden. Die berühmte Zeile, die den Gedanken vom Scheitern wohlgeplanter Vorhaben zusammenfasst, lautet im Original:
"The best laid schemes o' mice an' men / Gang aft agley."
Auf Deutsch wird sie meist wiedergegeben als: "Die am besten ausgeheckten Pläne von Mäusen und Menschen gehen oft schief." Diese Wendung — in gekürzter Form als „best‑laid plans“ bekannt — ist zu einem geflügelten Ausdruck geworden und findet sich in vielen Sprachen wieder.
Einfluss auf John Steinbeck
John Steinbeck benannte seine Novelle Von Mäusen und Menschen nach jener Zeile aus dem Gedicht (häufig in der siebten Strophe zitiert). Steinbecks Werk von 1937 greift ähnliche Motive auf: die Zerbrechlichkeit menschlicher Träume, die Solidarität zwischen Menschen und das oft tragische Scheitern wohlmeinender Pläne. Die Wahl des Titels unterstreicht die thematische Verbindung — sowohl Burns als auch Steinbeck thematisieren, wie leicht Hoffnung und Vorhaben durch Umstände zerstört werden können.
Nachwirkung
„To a Mouse“ gehört zu Burns' bekanntesten Gedichten und beeinflusste Literatur, Theater und populäre Sprache weit über Schottland hinaus. Die Mischung aus direkter Ansprache, emotionaler Nähe zur Natur und philosophischer Einsicht macht das Gedicht bis heute zugänglich und nachdenklich stimmend. Es erinnert Leserinnen und Leser daran, Mitgefühl zu zeigen und die Unwägbarkeiten des Lebens anzuerkennen — eine Botschaft, die sowohl in der Lyrik als auch in der Prosa wie bei Steinbeck immer wieder auftaucht.
Das Gedicht
| Burns' Original | Englische Standardübersetzung |
| Wee, sleekit, cow'rin, tim'rous beastie, Es tut mir aufrichtig leid, dass die Herrschaft des Menschen Ich zweifle na, whyles, aber du magst stehlen; Auch Ihr winziges Haustier liegt in Trümmern! Du sahst die Felder kahl und verwüstet und Dieser kleine Haufen Blätter und Stibble hat Aber Mausi, du bist nicht dein Weg, Noch bist du gesegnet, verglichen mit mir! | Kleines, listiges, kauerndes, ängstliches Biest, Es tut mir aufrichtig leid, dass die Herrschaft des Menschen die soziale Einheit der Natur Ich bezweifle es nicht, manchmal, aber vielleicht stehlen Sie; Auch Ihr kleines Haus liegt in Trümmern! Du sahst die Felder kahl und verwüstet, Dieser kleine Haufen Blätter und Stoppeln hat Sie so manches mühsame Knabbern gekostet! Aber, kleine Maus, du bist nicht allein Dennoch sind Sie, verglichen mit mir, gesegnet! |
Fragen und Antworten
F: Wer schrieb das Gedicht "To a Mouse"?
A: Robert Burns schrieb das Gedicht "To a Mouse".
F: In welcher Sprache wurde das Gedicht verfasst?
A: Das Gedicht wurde in schottischer Sprache geschrieben.
F: Wann wurde das Gedicht verfasst?
A: Das Gedicht wurde im Jahr 1785 geschrieben.
F: Wie lautet die Zeile aus der siebten Strophe, nach der John Steinbeck seine Novelle Von Mäusen und Menschen benannt hat?
A: Die Zeile, nach der John Steinbeck seine Novelle Von Mäusen und Menschen benannt hat, lautet "The best laid schemes o' mice an' men / Gang aft agley" ("Die besten Pläne von Mäusen und Menschen / Gehen oft schief").
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