Musik hat Tonalität, wenn sie die Noten einer Dur- oder Molltonleiter verwendet. Solche Musik hat Tonalität. Sie steht in einer bestimmten "Tonart". Fast alle westliche Musik ist tonal.

Alle tonale Musik basiert auf einer Dur- oder Molltonleiter. Wenn die Melodie "Funkel, funkelndes Sternchen" auf der Note C beginnt, werden die Noten einer C-Dur-Skala verwendet. Der Ton C wird wie der Grundton (die "Tonika") klingen, und tatsächlich endet die Melodie auf einem C. Die Melodie hätte auf jedem anderen Ton (Cis, D, Es, E usw.) beginnen können, aber es wären Kenntnisse der Tonleitern erforderlich, da einige scharfe oder flache Töne (schwarze Töne) erforderlich sind. Wenn man die Melodie singt, braucht man nicht an die Dis- und Es-Töne zu denken: der Sänger singt sie ganz natürlich.

Ein tonales Musikstück moduliert normalerweise nach einer Weile. Das bedeutet, dass es die Tonart wechselt. Aber die Musik klingt erst dann fertig, wenn sie in die ursprüngliche Tonart zurückkehrt. Wenn man The Star-Spangled Banner singt und nach den Worten "unsere Fahne war noch da" aufhört, klingt das Lied, als ob es mitten in der Luft stehen geblieben wäre. Es klingt erst dann beendet, wenn es in den letzten beiden Zeilen zur ersten Tonart zurückgeht.

Der Großteil der westlichen Musik ab etwa 1600 basiert auf einer Dur- oder Molltonart. Dieses Tonalitätssystem wurde von allen großen Komponisten bis zum 20. Jahrhundert und in der populären Musik und den meisten Volksmusiken verwendet. Eine Sinfonie von Beethoven zu hören ist wie eine Reise durch verschiedene Schlüsselbereiche, wobei man am Ende immer wieder zur ursprünglichen Tonart zurückkehrt. In einigen Fällen, wie z.B. bei Beethovens fünfter Sinfonie, kann sie in der Molltonart beginnen und in der Durtonart enden. Das liegt daran, dass Moll-Tonarten gestört und voller Spannung klingen können, Dur-Tonarten aber glücklicher und entspannter klingen.

Das Gegenteil von "Tonalität" ist Atonalität. Ein atonales Stück ist ein Stück, bei dem es kein Gefühl einer heimatlichen Tonart gibt. Wenn man viele zufällige Noten spielt, klingt das Stück atonal. Schönberg war einer der berühmtesten Komponisten atonaler Musik. Natürlich besteht seine Musik nicht nur aus zufälligen Noten (auch wenn es für den Zuhörer anfangs vielleicht so klingt), deshalb musste er einen anderen Weg finden, seiner Musik Gestalt zu geben. Aus diesem Grund erfand er das Zwölftonsystem.