Die Tropische Depression Eins war der erste tropische Wirbelsturm der atlantischen Hurrikansaison 2009. Es war auch der dritte tropische Wirbelsturm seit 2007, der sich vor dem 1. Juni bildete. Der Sturm bildete sich am 28. Mai und zog über den Atlantischen Ozean hinweg. Später an diesem Tag begann sich der Sturm abzuschwächen und auseinander zu fallen. Am 29. Mai flaute der Sturm ab und wurde zu einem Resttief.

Bevor der Sturm zu einem Tief wurde, brachten einige Teile des Sturms leichte Regenfälle an die Ostspitze von North Carolina. Es wurden jedoch keine Schäden oder Todesopfer gemeldet. Auch das National HurricaneCenter (NHC) gab keine Tropensturmwachen oder Warnungen vor dem Sturm heraus.



Meteorologischer Verlauf

Die Depression entstand aus einer schwachen, organisierten Tiefdruckstörung über dem offenen Atlantik und erreichte am 28. Mai die Kriterien für eine tropische Depression. Als tropische Depression lag die maximale anhaltende Windgeschwindigkeit unter der Schwelle für einen Tropensturm (unter 34 Knoten bzw. etwa 63 km/h). Innerhalb weniger Stunden nach der Bildung wirkten ungünstige Umweltbedingungen — darunter vertikale Windscherung, Einstrom trockener Luft und relativ kühle Meeresoberflächentemperaturen — zusammen, sodass die konvektiven Bereiche sich auflösten und das System an Organisation verlor. Am 29. Mai hatte das System seinen Status als tropische Depression verloren und wurde vom NHC als Resttief klassifiziert.

Auswirkungen

Die Auswirkungen waren lokal und gering:

  • Leichte Regenfälle und vereinzelte Schauer an der Ostspitze von North Carolina.
  • Kein Bericht über größere Schäden, Überschwemmungen oder Verletzte.
  • Keine Berichte über marine Zwischenfälle, obwohl Seefahrer und Küstenaufenthalte von stärkerem Seegang betroffen gewesen sein könnten.

Da das System nie tropische Sturmstärke erreichte und rasch schwächer wurde, blieben die tatsächlichen Folgen begrenzt.

Warnungen, Beobachtung und Reaktion

Das National Hurricane Center überwachte das System, gab jedoch keine Tropensturmwachen oder Warnungen heraus, da es keine Hinweise auf eine Verschärfung zu einem Tropensturm oder auf erhebliche unmittelbare Gefahren für Land gab. Lokale Behörden in den betroffenen Küstenregionen meldeten keine besonderen Evakuierungen oder Notfallmaßnahmen. Schiffe und Küstenbesucher wurden wie üblich durch allgemeine Wettervorhersagen über mögliche Schauer und Seegang informiert.

Einordnung und Bedeutung

Trotz seiner geringen Stärke ist die Tropische Depression Eins (2009) meteorologisch interessant, weil sie die frühe Bildung tropischer Systeme außerhalb des offiziellen Saisonbeginns am 1. Juni zeigt. Solche Frühereignisse sind nicht ungewöhnlich und weisen auf die Variabilität der atlantischen Hurrikansaisonen hin. Da die Depression nie einen Namen erhielt (Namengebung erfolgt erst ab Tropensturmstärke), bleibt sie in den Verzeichnissen als unbenannte erste Depression der Saison 2009 verzeichnet.

Quellen und Hinweise zur Terminologie

Begriffe wie "tropische Depression", "Tropensturm" und "Resttief" sind standardisierte NHC-Kategorien: Eine tropische Depression hat organisierte konvektive Aktivität mit maximalen anhaltenden Windgeschwindigkeiten unter 34 Knoten (etwa 63 km/h). Überschreitet ein System diese Grenze, wird es als Tropensturm klassifiziert und erhält einen Namen. Das NHC veröffentlicht ausführliche Advisories und Berichte zu jedem System, solange es potenziell eine Gefahr darstellt.