Die Präsidentschaftsvorwahlen der Republikanischen Partei im Jahr 2020 werden eine Reihe von Wahlen sein, die in vielen US-Bundesstaaten, im District of Columbia und in fünf US-Territorien stattfinden werden. Bei diesen Veranstaltungen werden die meisten der 2.550 Delegierten gewählt, die in den republikanischen Nationalkonvent entsandt werden. Bei dieser Wahl soll der Kandidat der Republikanischen Partei für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten bei der Wahl 2020 gewählt werden.
Ablauf der Vorwahlen
Die Vorwahlen bestehen aus zwei grundlegenden Formen von Abstimmungen:
- Primaries (Vorwahlen): staatlich organisierte Wahlen, die ähnlich einer regulären Wahl an Urnen oder per Briefwahl stattfinden. Sie können geschlossen (nur registrierte Republikaner), offen (unabhängige und teilweise Wähler anderer Parteien können teilnehmen) oder in gemischter Form sein, je nach Regelung des jeweiligen Bundesstaats.
- Caucuses (Parteiversammlungen): parteiinterne Treffen, bei denen Wähler in Versammlungen diskutieren und Delegierte auswählen. Diese werden von den Parteiorganisationen vor Ort organisiert und laufen anders ab als Urnenwahlen.
Typischerweise beginnen die Vorwahlen mit frühen Veranstaltungen wie dem Iowa-Caucus und dem New-Hampshire-Primary; die meisten Vorwahlen und Caucuses finden im Zeitraum von Januar bis Juni statt. Die genauen Termine und Modalitäten legt jeder Bundesstaat oder jedes Territorium separat fest.
Delegiertenvergabe
Die Republikanische Partei vergibt insgesamt 2.550 Delegiertenstimmen für den Nationalkonvent. Um die Nominierung zu sichern, benötigt ein Kandidat die Mehrheit der Delegiertenstimmen; das sind in diesem Fall 1.276 Stimmen.
Wichtiges zur Vergabe:
- Die Verteilung der Delegiertenvariiert stark zwischen den Bundesstaaten und wird von den jeweiligen Landesverbänden in Übereinstimmung mit den Regeln der Republikanischen Nationalkomitees (RNC) festgelegt.
- Delegierte können auf verschiedene Weise vergeben werden: proportional nach Stimmenanteil, winner-take-all (der Sieger erhält alle Delegierten) oder eine Mischform, bei der z. B. Delegierte nach Ergebnis in einzelnen Kongressbezirken vergeben werden.
- Einige Staaten verlangen Mindeststimmenanteile (Schwellen), bevor ein Kandidat Delegiertenansprüche erhält.
- Zu den Delegierten gehören auch die drei RNC-Mitglieder jedes Bundesstaats bzw. Territoriums (der Parteivorsitzende und zwei nationale Vertreter), die als automatische Parteifunktionäre gelten und in die Gesamtzahl einfließen.
- In der Regel sind Delegierte für die erste Konventsabstimmung an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden; ob und wie lange Bindungen bestehen, hängt von Landesregeln ab.
Der republikanische Nationalkonvent
Auf dem republikanischen Nationalkonvent nominieren die Delegierten offiziell den Präsidentschaftskandidaten und verabschieden die Plattform der Partei. Falls kein Kandidat auf der ersten Abstimmung die nötige Mehrheit erreicht, können weitere Abstimmungen stattfinden — ein sogenannter kontestierter Konvent. Im Normalfall entscheidet sich die Nominierung jedoch bereits in den Vorwahlen.
Besonderheiten im Vorwahlzyklus 2020
- 2020 trat mit Donald Trump ein amtierender Präsident als Kandidat der Republikanischen Partei an; Amtsinhaber haben in Vorwahlzyklen meist einen starken organisatorischen und parteiinternen Rückhalt.
- In mehreren Bundesstaaten entschieden sich republikanische Landesverbände, Vorwahlen oder parteiinterne Abstimmungen nicht durchzuführen oder zu verkürzen, wenn ein Amtsinhaber formell als Kandidat auftrat. Solche Entscheidungen dienen dazu, den Nominierungsprozess zu vereinfachen, sind aber nicht generell verpflichtend.
- Die Details zur Rechtslage, zur Durchführung von Post- oder Vorabstimmungen (Absentee-/Early Voting) sowie zu Fristen unterscheiden sich von Staat zu Staat und sind wichtig für Wahlberechtigte.
Was Wähler wissen sollten
- Informieren Sie sich rechtzeitig über Art (Primary oder Caucus), Datum und Teilnahmevoraussetzungen in Ihrem US-Bundesstaat oder Territorium.
- Prüfen Sie, ob Ihre Vorwahl offen oder geschlossen ist und ob eine Anmeldung als Republikaner erforderlich ist.
- Beachten Sie möglicherweise abweichende Regelungen zur Briefwahl oder zu Fristen für die Registrierung.
Zusammenfassend sind die republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen 2020 ein föderaler Prozess mit vielfältigen Regeln: Das Ziel ist die Auswahl der Delegierten, die auf dem republikanischen Nationalkonvent den offiziellen Kandidaten zur Präsidentschaft nominieren. Der genaue Ablauf und die Delegiertenvergabe werden sowohl von der RNC als auch von den Landesverbänden bestimmt und können von Staat zu Staat unterschiedlich sein.





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