Don McLean (geboren am 2. Oktober 1945) ist ein amerikanischer Sänger und Songwriter. Am bekanntesten ist er für die Lieder "American Pie" und "Vincent". Er gilt als einer der prägnantesten Erzähler der amerikanischen Singer‑Songwriter‑Tradition und verbindet in seinen Stücken Folk-, Pop- und Rock‑Elemente.
Frühe Jahre und musikalischer Stil
In seiner frühen Karriere spielte Don McLean hauptsächlich Volksmusik. Er sang Volkslieder und spielte einfache Akkorde mit akustischer Gitarre und Mundharmonika. 1969 schloss sich Don McLean dem Folksänger Pete Seeger in der Umweltkampagne an. Sie hielten Vorträge und spielten Konzerte, um den Menschen einige der Probleme mit der Umwelt näher zu bringen. Ebenfalls im selben Jahr veröffentlichte Don McLean sein erstes Album Tapestry. Dieses Album war zunächst kein großer kommerzieller Erfolg, doch McLean blieb aktiv und trat weiterhin an vielen kleinen Orten auf, sammelte Erfahrung und verfeinerte sein Songwriting.
Durchbruch mit „American Pie“ und „Vincent“
1971 veröffentlichte Don McLean einen etwa achtminütigen Song namens "American Pie". Das Lied war Don McLeans Hommage an den frühen Rock‑'n'‑Roll und insbesondere an den Musikhelden Buddy Holly von. Ein Großteil des Liedes thematisiert den Tod von Holly, Richie Valens und J.P. Richardson ("The Big Bopper") im Jahr 1959, zugleich reflektiert es wichtige kulturelle und politische Veränderungen in den folgenden Jahren. Schnell wurde "American Pie" zum Nummer‑1‑Hit in den Vereinigten Staaten und machte McLean international bekannt. Das Stück ist bis heute wegen seiner dichten, oft rätselhaften Bildsprache und der vielen Anspielungen Gegenstand intensiver Deutungen.
Seine zweite große Single, "Vincent", ist eine feinfühlige Ballade, die vom Gemälde "Starry Night" und dem Leben des Malers Vincent Van Gogh inspiriert ist. Das Lied war 1971 ebenfalls ein großer Erfolg und erreichte in vielen Ländern hohe Chartplatzierungen. "Vincent" wird oft in Ausstellungen und Filmen verwendet und wird beispielsweise regelmäßig im Van Gogh‑Museum in Amsterdam gespielt.
Spätere Karriere und Stilwechsel
In den späteren 1970er Jahren experimentierte Don McLean mit anderen Liedstilen und produzierte Aufnahmen, die über das rein akustische Folk‑Format hinausgingen. Diese stilistischen Wechsel führten zeitweise zu rückläufigen Plattenverkäufen, weshalb er häufiger die Plattenfirmen wechselte. 1980 feierte er ein Comeback in Großbritannien, als seine Interpretation von "Crying" (zuerst bekannt durch Roy Orbison) dort hohe Chartpositionen erreichte und ihm erneut viel Beachtung einbrachte.
Vermächtnis und Einflüsse
Don McLean ist heute nicht mehr in dem Maße im Mainstream präsent wie zu seinen größten Erfolgszeiten, schreibt aber weiterhin eigene Lieder und tritt regelmäßig in Konzerten auf. Seine Songs, besonders "American Pie" und "Vincent", haben einen festen Platz in der Popkultur: Sie werden im Radio gespielt, in Filmen und Theaterstücken zitiert und dienen als Referenzpunkte für spätere Songwriter.
Der berühmte Gitarrist Eric Clapton lobte Don McLeans Gitarrenspiel in den höchsten Tönen, nachdem er sein Gitarrenspiel gehört hatte. Außerdem inspirierte Don McLeans Auftritt auf der Bühne einst Lori Lieberman zu dem mit dem Grammy ausgezeichneten Song "Killing Me Softly with His Song" von 1974. Viele nachfolgende Folksänger und Songwriter sehen in McLean eine wichtige Referenz und bezeichneten ihn als eine Art "US‑Legende" für seine einflussreichen Kompositionen und seine narrative Art zu erzählen.
Sein Einfluss auf die Pop‑ und Folkmusik zeigt sich weniger in kontinuierlichem kommerziellem Erfolg als in der nachhaltigen Präsenz seiner Lieder, die Generationen von Musikern und Hörern weiterhin ansprechen und inspirieren.