Fatima Jinnah (31. Juli 1893 - 9. Juli 1967) war eine pakistanische Zahnärztin, Schriftstellerin, Staatsfrau und eine der Gründerinnen Pakistans. Sie war die jüngere Schwester von Muhammad Ali Jinnah, der der erste Generalgouverneur Pakistans wurde. 

Sie war eine starke Kritikerin des britischen Raj und ein führendes Mitglied der All-India Muslim League. Sie befürwortete die Trennung Pakistans als unabhängiger Staat nach dem Ende des Raj.

Nach der Unabhängigkeit Pakistans war Jinnah Mitbegründerin der All Pakistan Women's Association, die den Migrantinnen half, sich in dem neuen Land niederzulassen. Nach dem Tod ihres Bruders war sie eine prominente Philanthropin, war aber erst 1965 politisch aktiv. Dann nahm sie an den pakistanischen Präsidentschaftswahlen gegen den Militärdiktator Ayub Khan teil. Sie verlor die Vorwahl wegen Wahlmanipulation durch die pakistanische Armee.

Ihr Vermächtnis ist ihr Einsatz für die Bürgerrechte, ihr Kampf in der Pakistan-Bewegung und ihre Hingabe an ihren Bruder. Viele Institutionen und öffentliche Räume sind ihr zu Ehren benannt worden.