Grete Waitz (1. Oktober 1953 – 19. April 2011) war eine norwegische Marathonläuferin und ehemalige Weltrekordhalterin. Waitz gewann zwischen 1978 und 1988 neun New York City-Marathons, mehr als jede andere Läuferin in der Geschichte. Bei den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles, Kalifornien, gewann sie eine Silbermedaille. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1983 in Helsinki gewann sie eine Goldmedaille.

Karriere und sportliche Entwicklung

Grete Waitz begann ihre internationale Karriere in den 1970er Jahren und entwickelte sich rasch von kürzeren Bahn- und Straßenrennen zu einer der dominierenden Marathonläuferinnen ihrer Zeit. Sie war bekannt für ihre taktische Cleverness, Konstanz im Training und hohe Wettbewerbsstärke über lange Distanzen. Waitz stellte im Laufe ihrer Laufbahn mehrere Weltrekorde auf und trug entscheidend dazu bei, die Popularität des Frauenmarathons weltweit zu erhöhen.

Wichtigste Erfolge

Neben ihren neun Titeln beim New York City-Marathon errang Waitz zahlreiche Siege bei großen internationalen Straßenrennen. Sie gewann den London-Marathon in den Jahren 1983 und 1986; ihr Sieg 1986 war gleichzeitig ihre persönliche Bestzeit von 2:24:54. Den Stockholm-Marathon gewann sie 1988 in 2:28:24 (Stand 2011 war dies der Stockholmer Streckenrekord für Frauen). Außerdem sicherte sie sich bei wichtigen internationalen Meisterschaften Medaillen, darunter das WM-Gold 1983 und die Olympia-Silbermedaille 1984.

Anerkennung und Verdienste

Im Jahr 2000 wurde Waitz in die National Distance Running Hall of Fame der Vereinigten Staaten aufgenommen. Sie erhielt in ihrer Heimat wie international zahlreiche Auszeichnungen und gilt als eine der einflussreichsten Läuferinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr sportlicher Erfolg trug dazu bei, das Interesse am Laufsport, insbesondere am Marathonlauf für Frauen, nachhaltig zu steigern.

Späteres Leben und Vermächtnis

Nach dem Karriereende blieb Waitz dem Laufsport verbunden und wirkte als Vorbild für zahlreiche junge Athletinnen und Athleten. Sie wird bis heute für ihre sportliche Leistung, ihren Einsatz und ihre Rolle bei der Förderung des Laufsports gewürdigt. Grete Waitz starb 2011 an Krebs. Ihr Tod löste in Norwegen und in der internationalen Laufszene große Anteilnahme aus; ihr Lebenswerk und ihre Erfolge werden weiterhin als Meilensteine in der Geschichte des Frauenlaufs betrachtet.

Kurzprofil:

  • Geboren: 1. Oktober 1953
  • Gestorben: 19. April 2011
  • Größte Erfolge: 9 × Siegerin New York City-Marathon (1978–1988), Weltmeisterin 1983, Olympia-Silber 1984
  • Persönliche Bestzeit Marathon: 2:24:54 (London 1986)
  • Ehrungen: Aufnahme in die National Distance Running Hall of Fame (2000)