Hassan Rouhani (Perser: حسن روحانی, auch transliteriert Ruhani, Rohani, Rowhani; geboren als Hassan Feridon حسن فریدون am 12. November 1948) ist ein iranischer Politiker, Mujtahid, Jurist, Akademiker und Diplomat, der gegenwärtig Präsident des Iran ist. Er ist seit 1999 Mitglied der Expertenversammlung, seit 1991 Mitglied des Rates für Zweckmäßigkeitsfragen, seit 1989 Mitglied des Obersten Nationalen Sicherheitsrates und seit 1992 Leiter des Zentrums für strategische Forschung.

Rouhani war zudem von 1989 bis 2005 stellvertretender Sprecher der 4. und 5. Legislaturperiode der Islamischen Beratenden Versammlung (Majlis) und Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates. In seiner späteren Funktion leitete er auch das frühere iranische Verhandlungsteam für Atomfragen und war der oberste Verhandlungsführer des Landes mit den drei EU-Staaten Großbritannien, Frankreich und Deutschland über das iranische Atomprogramm.

Am 7. Mai 2013 meldete sich Rouhani für die Präsidentschaftswahlen an, die am 14. Juni 2013 stattfanden. Er sagte, dass er, sollte er gewählt werden, eine "Bürgerrechtscharta" vorbereiten, die Wirtschaft wieder in Gang bringen und die steinigen Beziehungen zum Westen verbessern werde. Als die ersten Stimmen ausgezählt wurden, übernahm Rouhani einen großen Vorsprung. Er wurde am 15. Juni zum Präsidenten des Iran gewählt und besiegte Mohammad Bagher Ghalibaf. Er trat sein Amt am 3. August 2013 an.