Konrad Hermann Josef Adenauer (geboren am 5. Januar 1876 in Köln; gestorben am 19. April 1967 in Rhöndorf (Ortsteil von Bad Honnef)). Von 1949 bis 1963 war er der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und von 1951 bis 1955 gleichzeitig Außenminister.
Adenauer war das dritte von fünf Kindern eines Kölner Gerichtssekretärs. Seine Familie war katholisch. Konrad Adenauer begann seine politische Karriere 1906 in der Kölner Stadtverordnetenversammlung. Von 1917 bis 1933 und erneut 1945 war er Oberbürgermeister der Stadt Köln. Adenauer war Mitglied der katholischen Zentrumspartei. Mit der Machtübernahme der NSDAP verlor er seinen Arbeitsplatz. Zuerst arbeitete er mit den Nazis zusammen, aber nachdem die Verschwörung zur Ermordung Hitlers 1944 scheiterte, versteckte er sich zu seiner eigenen Sicherheit.
Nach dem Krieg wurde er wieder Oberbürgermeister von Köln, verlor aber nach einigen Monaten die Stelle.
Im Parlamentarischen Rat der Bundesrepublik Deutschland war er einer der Spitzenpolitiker und der Präsident. Gleichzeitig gründete er die CDU. Er trug wesentlich dazu bei, dass Bonn statt Frankfurt am Main die westdeutsche Hauptstadt wurde.
1949 wurde er zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Er sorgte dafür, dass sich Westdeutschland im Kalten Krieg auf die Seite der westlichen kapitalistischen Länder stellte. Er half auch Westdeutschland, der NATO beizutreten. Er wurde dreimal wiedergewählt.
1964 hörte er auf, Kanzler zu sein. Bis zu seinem Tod im Alter von 91 Jahren war er Mitglied des Bundestages.