Brekzie – Eigenschaften, Entstehung und Verwendung
Brekzie: ein klastisches Gestein aus scharfkantigen Bruchstücken in einer feinkörnigen Matrix. Überblick zu Merkmalen, Bildungswegen, Typen, Verwendung und Abgrenzung gegen Konglomerate.
Übersicht
Brekzie bezeichnet eine Gruppe von Gesteinen, die aus mehr oder weniger scharfkantigen Bruchstücken bestehen, welche durch eine fein- bis mittelkörnige Bindemasse zusammengehalten werden. Solche Bruchstücke können aus Mineralen oder aus vorbestehendem Gestein stammen und werden allgemein als Klasten bezeichnet. Brekzien treten in sehr unterschiedlichen geologischen Umgebungen auf und lassen sich nach Entstehungsprozess, Korngröße und Art der Matrix klassifizieren.
Bildergalerie
10 BilderMerkmale und Aufbau
Brekzien zeichnen sich durch deutlich eckige, angular geformte Fragmente aus, die sich von den gerundeteren Bestandteilen eines Konglomerats unterscheiden. Die Fragmente können klein bis sehr groß sein und bestehen häufig aus demselben Material wie die Matrix oder aus abweichendem Gestein. Mineral- und Gesteinsbruchstücke werden im Text häufig als Mineral- oder Gesteinsfragmente beschrieben. Die Zwischenräume werden von einer feinkörnigen Matrix oder von einem zementierenden Mineral wie Calcit oder Silikat ausgefüllt.
Entstehung und Typen
Brekzien entstehen durch mechanische Zertrümmerung und anschließendes Verbacken oder Verfestigen der Bruchstücke. Wichtige Bildungswege sind:
- sedimentäre Brekzien: Ablagerung scharfkantiger Schuttmassen an Hängen, in Schwerkraftablagerungen oder bei Murgängen;
- tektonische bzw. Spaltbrekzien: Zertrümmerung entlang von Verwerfungsflächen durch tektonische Bewegungen;
- vulkanische Brekzien (Brekzien von Eruptionen): Fragmentgestein aus explosiven Ereignissen und pyroklastischem Material;
- Impaktbrekzien: Bruch und Schmelzmischungen infolge von Meteoriten-Einschlägen.
Verwendung und Bedeutung
Brekzien haben sowohl wissenschaftliche als auch wirtschaftliche Bedeutung. Petrographisch liefern sie Hinweise auf Transportwege, Energieverhältnisse und Ereignisse wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche. Technisch werden bestimmte Varianten als Baustein, Pflasterstein oder in der Landschaftsarchitektur genutzt, wenn Farbe und Struktur ansprechend sind. In der Rohstoffgeologie können Brekzien mineralisierte Zonen enthalten, die für Bergbauinteressen relevant sind.
Abgrenzung, Klassifikation und praktische Hinweise
Der wichtigste morphologische Unterschied zu einem Konglomerat liegt in der Form der Körner: Konglomerate bestehen aus abgerundeten Komponenten, Brekzien aus eckigen. Innerhalb der Brekzien unterscheidet man weiterhin nach klastischer Herkunft, Matrixart (okkludierend oder ähnlicher Zusammensetzung wie die Klaste) und nach Korngrößenabstufung. Die mikroskopische Untersuchung und die Analyse der Bindemassenzusammensetzung geben Aufschluss über die Diagenese und das Alter der Gesteinsbildung.
Beispiele und Vorkommen
Brekzien finden sich weltweit in Gebirgszügen, an Verwerfungszonen, in Vulkanfeldern und in alten Einschlagskratern. Häufig sind sie lokal gebunden an Hänge oder Spalten, wo sie Zeugnis von kurzzeitigen, energiereichen Prozessen geben. Für weiterführende Informationen zur Genese und zu petrographischen Merkmalen siehe spezialisierte Lehrbücher und geologische Übersichten (Allgemeines, Mineralogie, Matrixanalysen, Definition Klasten, Vergleich Konglomerat).





Ursprünge
Eine Brekzie kann eine Vielzahl unterschiedlicher Ursprünge haben, was durch die genannten Typen wie Sedimentbrekzie, tektonische Brekzie, Eruptivbrekzie, Impaktbrekzie und hydrothermale Brekzie angezeigt wird.
Die grundlegende Reihenfolge ist wie folgt. Das Sediment wird im Meer abgelagert und allmählich in Sedimentgestein umgewandelt. Nach einer langen Zeit passiert etwas Gewalttätiges mit dem Gestein und zerbricht es in viele zerklüftete Stücke. Später werden die Stücke durch eine weitere Ablagerung zusammengekittet und bilden ein neues Sedimentgestein. Dies ist eine Brekzie. Bei der Untersuchung sieht man, dass der Fels Fragmente des ursprünglichen Gesteins enthält.
Ornament
Brekziöser Marmor kann ein wunderbares Aussehen haben. Das Pantheon in Rom ist voll mit dem wunderbarsten Marmor, von denen viele Brekzien sind. Er enthält zwei riesige Säulen aus Pavonazzetto, einer Brekzie aus Phrygien (in der modernen Türkei). Pavonazzetto verdankt seinen Namen seiner äußerst farbenfrohen Erscheinung, die an die Federn eines Pfaus erinnert (Pavone heißt auf Italienisch "Pfau").
Fragen und Antworten
F: Was ist Brekzien?
A: Brekzie ist eine Gesteinsart, die aus zerbrochenen Mineral- oder Gesteinsfragmenten besteht, die durch eine feinkörnige Matrix zusammengehalten werden.
F: Woraus besteht die Matrix in Brekzien?
A: Die Matrix in Brekzien kann der Zusammensetzung der Fragmente ähnlich sein oder sich von ihr unterscheiden.
F: Wie nennt man Gesteine, die durch das Zusammenkleben von Stücken früherer Gesteine entstanden sind?
A: Gesteine, die durch das Zusammenkleben von Teilen früherer Gesteine entstehen, werden als klastische Gesteine bezeichnet.
F: Welche zwei Arten von klastischem Gestein gibt es?
A: Die beiden Arten von klastischem Gestein sind Konglomerate und Brekzien.
F: Was trennt diese beiden Kategorien voneinander?
A: Der Grad der Abrundung trennt diese beiden Kategorien.
F: Sind die Partikel in Konglomeraten gut abgerundet oder kantig?
A: Die Partikel in Konglomeraten sind gut abgerundet.
F: Sind die Partikel in Brekzien gut abgerundet oder kantig?
A: Die Partikel in Brekzien sind kantig.
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Autor
AlegsaOnline.com Brekzie – Eigenschaften, Entstehung und Verwendung Leandro Alegsa
URL: https://de.alegsaonline.com/art/13862
Quellen
- meteorlab.com : "Glossary of Meteoritical Terms"