Ein Mineral ist eine Substanz, die normalerweise
- ist ein anorganischer Feststoff. (elementares Quecksilber ist eine Ausnahme)p184
- hat eine bestimmte chemische Zusammensetzung
- hat normalerweise eine Kristallstruktur; einige haben keine
- wird natürlich durch geologische Prozesse gebildet
Eine neuere Definition lautet:
"Ein Mineral ist eine homogene (d.h. aus Teilen oder Elementen, die alle von derselben Art sind, zusammengesetzte) natürlich vorkommende Substanz mit einer bestimmten, aber nicht unbedingt festgelegten chemischen Zusammensetzung. Die meisten Minerale sind Feststoffe mit einer geordneten atomaren Anordnung, und die meisten sind anorganisch im chemischen Sinne dieses Wortes".
Alternativ dazu wird ein Mineral von der International Mineralogical Association als solches aufgeführt.
Mineralien und Gesteine
Mineralien sind anders als Gesteine. Ein Mineral ist eine chemische Verbindung mit einer gegebenen Zusammensetzung und einer definierten Kristallstruktur. Ein Gestein ist eine Mischung aus einem oder mehreren Mineralien in unterschiedlichen Anteilen.
Ein Gestein hat nur zwei der Eigenschaften, die Mineralien haben - es ist ein Festkörper und es bildet sich natürlich. Ein Gestein enthält normalerweise zwei oder mehr Arten von Mineralien. Zwei Proben der gleichen Gesteinsart können verschiedene Arten von Mineralien enthalten. Mineralien bestehen immer aus den gleichen Materialien in fast den gleichen Anteilen. Ein Rubin ist ein Mineral. Daher hat ein in Indien gefundener Rubin einen ähnlichen Aufbau wie ein in Australien gefundener Rubin.
Geformt in der Natur
Mineralien werden durch natürliche Prozesse gebildet. Einige wenige Substanzen mit der gleichen chemischen Zusammensetzung wie Mineralien können von Lebewesen als Teil ihrer Schalen oder Knochen produziert werden. Die Schalen von Mollusken bestehen entweder aus Kalzit oder Aragonit oder aus beiden.
Traditionell gelten Chemikalien, die von Lebewesen produziert werden, nicht als Mineralien. Es ist jedoch schwer einzusehen, warum eine organische Substanz nicht als Mineral bezeichnet werden sollte, wenn ihre chemische Natur und ihre kristalline Struktur mit ihrem anorganischen Zwilling identisch ist. Diese Frage wird jetzt diskutiert: siehe Railsback Teil II.
Mineralien bilden sich auf viele Arten. Das Mineral Halit, das als Tafelsalz verwendet wird, entsteht, wenn Wasser in einem heißen, flachen Teil des Ozeans verdampft und das darin enthaltene Salz zurücklässt. Viele Arten von Mineralien entstehen, wenn geschmolzenes Gestein oder Magma abkühlt und sich in einen Feststoff verwandelt. Talk, ein Mineral, das zur Herstellung von Babypuder verwendet werden kann, bildet sich tief in der Erde, da hoher Druck und hohe Temperatur Veränderungen im festen Gestein verursachen.
Das Außergewöhnliche ist, dass die meisten Minerale ihre Entstehung dem Leben oder zumindest dem Großen Oxygenierungsereignis verdanken. "Stabile Mineralien statt zerbrechlicher organischer Überreste können die robustesten und dauerhaftesten Zeichen der Biologie liefern".
Solide
Ein Mineral ist ein Festkörper, d.h. es hat ein bestimmtes Volumen und eine grobe Form. Das Volumen bezieht sich auf den Raum, den ein Objekt einnimmt. Beispielsweise hat ein Golfball ein kleineres Volumen als ein Baseball, und ein Baseball hat ein kleineres Volumen als ein Basketball.
Eine Substanz, die eine Flüssigkeit oder ein Gas ist, ist kein Mineral. In einigen Fällen ist ihre feste Form jedoch ein Mineral. So ist beispielsweise flüssiges Wasser kein Mineral, Eis jedoch schon.