George Everette "Bud" Day (24. Februar 1925 – 27. Juli 2013) war Offizier der Luftwaffe der Vereinigten Staaten, Kampfflieger und Veteran des Zweiten Weltkriegs, des Koreakriegs und des Vietnamkriegs. Er war Kriegsgefangener in Nordvietnam und wurde mit der Ehrenmedaille (Medal of Honor) sowie dem Luftwaffenkreuz (Air Force Cross) ausgezeichnet. Damit gehört er zu den außergewöhnlich dekorierten US-Soldaten; nach Angaben aus 2016 war er die einzige Person, die beide genannten hohen Auszeichnungen erhalten hatte. Nach seinem Tod wurde er mit Wirkung vom 27. März 2018 in den Rang eines Brigadegenerals befördert, wie es das Gesetz zur nationalen Verteidigungsermächtigung 2017 vorsieht.

Militärischer Werdegang

Bud Day begann seinen Militärdienst im Zweiten Weltkrieg als Angehöriger des US-Marinekorps und diente 30 Monate im Südpazifik. Zwischen dem Zweiten Weltkrieg und dem Koreakrieg war er als Armeereservist und in der Nationalgarde tätig. Später wechselte er zur US-Luftwaffe, in der er als Offizier und Kampfpilot im Vietnamkrieg eingesetzt wurde. Damit diente er in drei verschiedenen Teilstreitkräften über drei verschiedene Kriege hinweg – eine ungewöhnliche und bemerkenswerte militärische Laufbahn.

Abschuss, Gefangenschaft und Widerstand

Am 26. August 1967 wurde Day über Nordvietnam abgeschossen. Er geriet in Gefangenschaft und blieb dort bis zu seiner Rückführung 1973 – knapp 5½ Jahre. Während dieser Zeit erlangte er große Bekanntheit wegen seines unerschütterlichen Willens, seiner Führung unter Mitgefangenen und seines beharrlichen Widerstands gegen seine Bewacher. Er verweigerte die Zusammenarbeit mit seinen Gefängnisaufsichten, organisierte den Zusammenhalt unter den Gefangenen und erlitt wiederholt Misshandlungen sowie Isolation, ohne seine Pflichten als Offizier und sein Pflichtbewusstsein aufzugeben.

Auszeichnungen und Reputation

Day erhielt neben der Ehrenmedaille und dem Luftwaffenkreuz zahlreiche weitere militärische Auszeichnungen, darunter mehrere Silver Stars, Distinguished Flying Crosses, Purple Hearts und weitere Orden und Ehrenzeichen für Tapferkeit und Dienst. Aufgrund der Breite und Höhe seiner Dekorationen gilt er weithin als einer der höchstdekorierten Flieger der US-Streitkräfte.

Rückkehr, publizistische Tätigkeit und Späteres

Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten setzte Day sich öffentlich für Veteranen und für die Belange von Kriegsgefangenen und vermissten Soldaten (POW/MIA) ein. Er hielt Vorträge, engagierte sich in Organisationen und veröffentlichte seine Erinnerungen. Seine Autobiographie erschien unter dem Titel "Rückkehr mit Ehre" (Originaltitel: "Return with Honor") und wurde später durch eine erweiterte Fassung ergänzt, die im Deutschen als "Pflicht, Ehre, Land" wiedergegeben wird. Seine Bücher schildern detailliert seine Kriegserfahrungen, die Zeit in Gefangenschaft und seine Auffassung von Verpflichtung, Ehre und Kameradschaft.

Bud Day bleibt in der Militärgeschichte als Beispiel für außergewöhnlichen persönlichen Mut, Standhaftigkeit in Gefangenschaft und lebenslanges Engagement für Kameraden und Nation in Erinnerung.