Die Kanaaniter waren ein Volk, das in der hebräischen Bibel oder im Alten Testament erwähnt wird. Der größte Teil ihres Landes, Kanaan genannt, wurde später als Israel bekannt.
Die Kanaaniter siedelten sich um 2000 v. Chr. in der Region an. Bis etwa 1200 v. Chr. waren sie die Hauptbevölkerung. Im Buch Josua heißt es, dass die Israeliten Kanaan eroberten. Die Archäologie und die Bibel legen jedoch nahe, dass die Israeliten erst allmählich zum Hauptvolk der Region wurden. Die Archäologie legt auch nahe, dass viele kanaanitische Städte in den 1100er Jahren vor Christus von den Seevölkern oder Philistern zerstört wurden. Möglicherweise sind die Seevölker aus dem Gebiet um die Ägäis nach Kanaan gesegelt.
Die Kanaaniter waren ein semitisches Volk, das mit den Phöniziern, Amoritern, Assyrern und Israeliten verwandt war. Die Kanaaniter hatten eine entwickelte Zivilisation. Ihre wichtigste politische Gruppe war der Stadtstaat. In einem Stadtstaat herrschte ein König über eine Stadt und die umliegenden Dörfer und Ländereien. Die Bibel erwähnt eine Reihe von kanaanitischen Stämmen.
Die wichtigsten kanaanitischen Götter waren El (ein Schöpfergott) und Baal (ein Sturmgott). Die Hauptgöttinnen waren Anat, Asherah und Astarte. Sie waren Fruchtbarkeitsgöttinnen.