Die Züge einer Schachpartie werden unter Verwendung einer speziellen Notation aufgeschrieben. Artikel 8 und Anhang E Üblicherweise wird die algebraische Schachnotation verwendet. In algebraischer Notation hat jedes Feld einen und nur einen Namen (unabhängig davon, ob man von der Seite von Weiß oder Schwarz auf das Brett schaut). Hier werden die Züge in folgendem Format geschrieben: Abkürzung der gezogenen Figur - Datei, wohin sie gezogen ist - Rang, wohin sie gezogen ist. Zum Beispiel bedeutet Qg5 "Dame zieht in die g-Datei und 5. Rang" (d.h. auf das Feld g5). Wenn es zwei Figuren desselben Typs gibt, die auf dasselbe Feld ziehen können, wird ein weiterer Buchstabe oder eine weitere Zahl hinzugefügt, um die Reihe oder den Rang anzuzeigen, aus dem die Figur gezogen ist, z.B. Ngf3 bedeutet "Springer aus der g-Reihe zieht auf das Feld f3". Der Buchstabe P, der einen Bauern anzeigt, wird nicht verwendet, so dass e4 "Bauer zieht auf das Feld e4" bedeutet.
Wenn die Figur ein Capture macht, wird "x" vor das Feld geschrieben, auf dem die fangende Figur landet. Beispiel: Bxf3 bedeutet "Läufer schlägt auf f3". Wenn ein Bauer ein Schlagen ausführt, wird die Datei, von der der Bauer übrig geblieben ist, anstelle der Initiale einer Figur verwendet. Beispiel: exd5 bedeutet "Bauer schlägt auf d5".
Zieht ein Bauer auf seinen achten Rang und erhält eine Beförderung, wird die gewählte Figur nach dem Zug geschrieben, zum Beispiel e1Q oder e1=Q. Die Rochade wird mit den Sondernotationen 0-0 für die Rochade am Königsflügel und 0-0-0 für die Rochade am Damenflügel geschrieben. Ein Zug, der den gegnerischen König in Schach setzt, wird normalerweise mit der Notation "+" notiert. Schachmatt kann als # oder ++ geschrieben werden. Am Ende der Partie bedeutet 1:0 "Weiß gewonnen", 0:1 "Schwarz gewonnen" und ½-½ ist unentschieden.
Schachzüge können auch mit Satzzeichen und anderen Annotationssymbolen dargestellt werden. Zum Beispiel: ! bedeutet ein guter Zug, !! bedeutet ein sehr guter Zug, ? bedeutet ein schlechter Zug, ?? ein sehr schlechter Zug (manchmal auch Blunder genannt), !? ein kreativer Zug, der gut sein kann, und ?! ein zweifelhafter Zug. Beispielsweise kann eine Art einfache "Falle", die als "Matte des Gelehrten" bezeichnet wird, wie im Diagramm rechts dargestellt, in voller Notation aufgezeichnet werden:
1. e2-e4 e7-e52
. Qd1-h5?! Nb8-c63
. Bf1-c4 Ng8-f6?? (3...Qe7 ist besser)
4. Qh5xf7# 1-0
Hier ist ein berühmtes kurzes Spiel in der gebräuchlicheren Kurznotation:
Réti gegen Tartakower, Wien 1910
- e4 c6
- d4 d5
- Nc3 dxe4
- Nxe4 Nf6
- Qd3?! e5?!
- dxe5 Qa5+
- Bd2 Qxe5
- 0-0-0 Nxe4?
- Qd8+!! Kxd8
- Bg5+ Kc7
- Bd8# 1-0
Figürliche Notation
♖ ♜; ♘ ♞; ♗,♝; ♕,♛; ♔, ♚
Dabei handelt es sich um algebraische Notation mit kleinen Figuren anstelle von Anfangsbuchstaben für die Stücke. Die Figurennotation wird im Druck und im Computerschach verwendet. Da sie Anfangsbuchstaben für Figuren vermeidet, ist sie internationaler.
Réti gegen Tartakower, Wien 1910
- e4 c6
- d4 d5
- ♘c3 dxe4
- ♘xe4 ♞f6
- ♕d3?! e5?!
- dxe5 ♛a5+
- ♗d2 ♛xe5 ♛xe5
- 0-0-0 ♞xe4??
- ♕d8+!! ♚xd8
- ♗g5+ ♚c7
- ♗d8# 1–0