Die Conn Smythe Trophy ist eine Trophäe in der National Hockey League, die jedes Jahr an den wertvollsten Spieler in den Playoffs vergeben wird. Sie wurde erstmals 1965 verliehen. Der Torwart der Montreal Canadiens und Colorado Avalanche, Patrick Roy, hat sie dreimal gewonnen, mehr als jeder andere Spieler.
Normalerweise geht die Trophäe an einen Spieler des Stanley-Cup-Champions. Manchmal geht sie an jemanden aus der unterlegenen Mannschaft. Die Pokalsieger der unterlegenen Mannschaften sind in der nachstehenden Liste mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.
Ursprung und Namensgeber
Die Trophäe ist nach Conn Smythe benannt, dem langjährigen Manager, Trainer und Besitzer der Toronto Maple Leafs, der eine prägende Rolle in der Entwicklung des professionellen Eishockeys in Nordamerika spielte. Die Einführung der Auszeichnung 1965 sollte denjenigen Spieler ehren, dessen Leistung während der gesamten Playoff-Phase am bedeutendsten für seine Mannschaft war.
Erster Gewinner
Der erste Träger der Conn Smythe Trophy war 1965 Jean Béliveau, der damit als herausragender Spieler der Playoffs jener Saison ausgezeichnet wurde.
Auswahlverfahren
Die Wahl des MVP der Playoffs erfolgt durch die anwesenden Mitglieder der Professional Hockey Writers Association (PHWA). Die Stimmen werden in der Regel unmittelbar nach dem letzten Spiel der Finalserie abgegeben und ausgewertet. Üblicherweise fällt die Wahl auf einen Spieler des Cup-Siegers, doch entscheiden die Wähler rein nach individueller Wertung, sodass Ausnahmen möglich sind.
Aussehen der Trophäe
Die Conn Smythe Trophy besteht aus einer silbernen Trophäe, die auf einem hölzernen Sockel montiert ist. Auf dem Sockel werden die Namen der Preisträger eingraviert, sodass eine historische Liste der Gewinner im Laufe der Jahre entsteht.
Rekorde und bemerkenswerte Fakten
- Rekordhalter: Patrick Roy hält mit drei Auszeichnungen den Rekord für die meisten Conn Smythe Trophäen.
- Positionen: Sowohl Torhüter als auch Feldspieler haben die Trophäe gewonnen; die Auszeichnung spiegelt die herausragende Bedeutung der individuellen Leistung in den Playoffs wider, unabhängig von der Position.
- Gewinner aus dem Verliererteam: In einigen Fällen wurde die Trophäe an einen Spieler der unterlegenen Mannschaft vergeben. Solche Entscheidungen sind ungewöhnlich und weisen darauf hin, dass die individuelle Leistung eines Spielers als so herausragend bewertet wurde, dass sie den Sieg der eigenen Mannschaft überstrahlte.
- Mehrfachgewinner: Es gibt Spieler, die die Auszeichnung mehr als einmal erhielten; Patrick Roy ist dabei das einzige dreifache Mitglied dieser Gruppe.
Bedeutung und heutige Relevanz
Die Conn Smythe Trophy gilt als eine der höchsten individuellen Auszeichnungen im Eishockey, weil sie die besondere Bedeutung von Leistungen in den entscheidenden Spielen des Jahres würdigt. Viele Preisträger werden für ihre Leistungen in den Playoffs auch in die Legenden ihres Clubs aufgenommen, und die Auszeichnung beeinflusst häufig die Erinnerung an Karrierehöhepunkte.
Die Liste der Gewinner und detaillierte Jahresangaben sind in historischen Aufstellungen und Statistiken dokumentiert. Für Fans und Historiker ist die Conn Smythe Trophy ein wichtiges Messinstrument zur Bewertung von Clutch-Leistungen in den Playoffs.





