Die Gattung Duma wurde nach molekular-phylogenetischen Untersuchungen von T. M. Schuster als von Muehlenbeckia abgetrennte Einheit innerhalb der Knöterichfamilie (Polygonaceae) aufgestellt. Schusters Arbeiten zeigten, dass einige Arten, die zuvor zu Muehlenbeckia gerechnet wurden, eine eigene Klade bilden und daher als eigene Gattung behandelt werden sollten. Duma umfasst relativ kleine, oft dornige oder stark verzweigte Sträucher mit kleinen, meist einfachen Blättern und unauffälligen Blüten; die Früchte sind typische Achänen, wie bei vielen Vertretern der Familie.

Derzeit werden drei Arten in Duma gestellt:

  • Duma coccoloboides
  • D.florulenta (häufig als „Lignum“ bezeichnet)
  • D. horrida

Duma florulenta / Lignum

Duma florulenta

Verbreitung und Habitat: Die Arten der Gattung sind vorwiegend in Australien und angrenzenden Regionen verbreitet. Besonders D.florulenta ist in saisonal überschwemmten Niederungen und an Flussufern häufig und prägt dort oft großflächige Gebüsche. Solche Bestände sind ökologisch wichtig, da sie Lebensraum und Schutz für Vögel und andere Tiere bieten sowie zur Stabilisierung von Uferzonen beitragen.

Systematik und historische Einordnung: Innerhalb der Polygonaceae gehört Duma zu denjenigen Gruppen, deren Abgrenzung lange unsicher war. Ältere floristische Arbeiten führten die betreffenden Arten meist unter Muehlenbeckia. Neuere molekularbiologische Studien rechtfertigten jedoch eine Abspaltung als eigenständige Gattung. In floristischen Verzeichnissen und Herbarien findet man daher sowohl ältere Belege unter Muehlenbeckia als auch neuere Einträge unter Duma; dies erklärt die noch nicht überall durchgängige Verwendung des neuen Namens.

Ökologie und Nutzung: Einige Duma-Arten, insbesondere D.florulenta, haben Bedeutung für lokale Ökosysteme, da sie Überschwemmungsflächen besiedeln und zur Strukturbildung im Gelände beitragen. Lokal wurden solche Sträucher traditionell für einfache Bau- oder Feuerholzzwecke genutzt; wissenschaftliche oder wirtschaftliche Verwendungen sind jedoch begrenzt dokumentiert.

Bemerkung zur Forschungslage: Die genaue Artzahl, die systematische Einordnung einzelner Populationen und die Verbreitungsgrenzen sind noch Gegenstand taxonomischer und genetischer Untersuchungen. Daher können in verschiedenen Quellen unterschiedliche Artenlisten und Zuordnungen vorkommen. Weiterführende Informationen liefern fachliche Floren, taxonomische Revisionen und die Arbeiten von T. M. Schuster und Mitarbeitern zur Phylogenie der Polygonaceae.