Die indische Wirtschaft ist die fünftgrößte der Welt mit einem BIP (Waren und Dienstleistungen pro Jahr) von 2,94 Billionen US-Dollar (USA). Betrachtet man die PPP (Kaufkraftparität: wie viel man mit diesem Geld in Indien im Vergleich zu anderen Ländern kaufen kann), ist die Wirtschaft drittgrößt (im Wert von 10,51 Billionen US-Dollar). Aufgrund der riesigen Bevölkerungszahl Indiens betrug die Wirtschaft im Jahr 2015 jedoch immer noch nur 6.209 US-Dollar (unter Berücksichtigung von PPP) pro Person und Jahr.

Indiens Wirtschaft umfasst Landwirtschaft, Kunsthandwerk, Industrie und viele Dienstleistungen. Dienstleistungen sind heute die Hauptquelle des Wirtschaftswachstums in Indien, obwohl zwei Drittel der indischen Bevölkerung ihren Lebensunterhalt direkt oder indirekt durch die Landwirtschaft verdienen. In jüngster Zeit wurde Indien aufgrund seiner großen Zahl gut ausgebildeter Menschen, die Englisch sprechen können, zu einem Vorreiter in der Informationstechnologie.

Während des größten Teils seiner unabhängigen Geschichte hatte Indien strenge staatliche Kontrollen in vielen Bereichen wie Telekommunikation (Kommunikation über große Entfernungen), Bankwesen und ausländische Direktinvestitionen. Seit Anfang der 1990er Jahre hat Indien seine Märkte langsam geöffnet, indem es die staatliche Kontrolle über den Außenhandel und die Auslandsinvestitionen verringerte. Dies wurde von Manmohan Singh unter der Führung von P.V.Narasimha Rao begonnen, und von da an wuchs die indische Wirtschaft in rasantem Tempo.

Die sozialen und wirtschaftlichen Probleme Indiens sind die wachsende Bevölkerung, Armut, mangelnde Infrastruktur (Gebäude, Straßen usw.) und wachsende Arbeitslosigkeit. Obwohl die Armut seit den 1980er Jahren um 10% zurückgegangen ist, kann ein Viertel der indischen Bevölkerung immer noch nicht genügend Nahrungsmittel bezahlen.