Eurofighter Typhoon – Definition & Technik des europäischen Kampfflugzeugs
Eurofighter Typhoon: Definition, Technik & Einsatz – kompakte Übersicht zu Design, Canards, Deltaflügel, Produktionsländern und Leistungsdaten des europäischen Kampfflugzeugs.
Der Eurofighter Typhoon ist ein Kampfflugzeug, das ursprünglich von EADS, BAE Systems und Alenia Aeronautica in Zusammenarbeit mit der Eurofighter GmbH entwickelt und hergestellt wurde. Er flog erstmals 1994 und wurde 2003 in Dienst gestellt (2003). Die Konstruktion kombiniert Deltaflügel mit vorderen Leitwerksflächen (Canards), was dem Flugzeug hohe Wendigkeit und gute aerodynamische Stabilität bei schnellen Manövern verleiht. Er trägt den Namen "Eurofighter", weil das Projekt von mehreren europäischen Industriepartnern und Luftstreitkräften gemeinsam getragen wurde – insbesondere aus Italien, Großbritannien, Deutschland und Spanien.
Die Nationen, die den Typhoon entworfen und finanziert haben, setzen ihn in ihren Luftstreitkräften ein. Darüber hinaus haben auch Österreich und Saudi-Arabien Flugzeuge bestellt. Weitere Exporte und Sicherheitskooperationen führten dazu, dass der Typhoon heute in mehreren Luftstreitkräften als Mehrzweck-Kampfplattform eingesetzt wird.
Technik und Aufbau
Der Eurofighter Typhoon ist als hochmodernes Mehrzweck-Kampfflugzeug konzipiert. Wichtige technische Merkmale:
- Aerodynamik: Deltaflügel mit Canards bieten sehr gute Manövrierfähigkeit und dynamische Stabilität, besonders in Luftkampfszenarien.
- Flugsteuerung: Voll digitale Fly-by-Wire-Steuerung mit Relaxed Static Stability (bewusst instabile Grundkonfiguration) und mehreren redundanten Systemen für hohe Flugleistungen und Sicherheit.
- Antrieb: Zwei Eurojet EJ200-Turbofan-Triebwerke, die hohe Schubkraft, gutes Leistungsgewicht und die Fähigkeit zum Supercruise (überschallfliegen ohne Nachbrenner in bestimmten Konfigurationen) liefern.
- Avionik und Sensoren: Moderne Cockpit-Architektur mit Multifunktionsdisplays, Helmet-Mounted Symbology (HMS) und umfangreicher Sensorfusion. Zentrale Sensoren sind das mechanische Puls-Doppler-Radar CAPTOR (in Entwicklung/Upgrade zu CAPTOR-E AESA) sowie das Infrarot-Such- und Verfolgungssystem PIRATE. Laufende Upgrades verbessern Erfassungsreichweite, Zielerkennung und elektronische Kampffähigkeiten.
- Selbstschutz und elektronische Kriegsführung: Umfangreiche Defensive Aids Sub-Systeme (DASS) zur Erkennung und Abwehr von Flugabwehrsystemen, inkl. Radarwarnempfänger, Täuschkörper und weiterentwickelte elektronische Gegenmaßnahmen.
- Waffenintegration: Die Plattform wurde von Anfang an für vielfältige Bewaffnungsoptionen ausgelegt und erlaubt konfigurierbare Außenlasten an mehreren hartenpunkten sowie den Einsatz der internen 27-mm-Kanone (Mauser BK-27).
Bewaffnung (Auswahl)
- Luft-Luft: Aktive und kurzreichweitige Lenkwaffen wie MBDA Meteor (BVR), AIM-120 AMRAAM, IRIS-T und ASRAAM für Luftüberlegenheitsmissionen.
- Luft-Boden: Präzisionsbomben und Lenkwaffen wie Paveway-Laser/Präzisionsbomben, Brimstone und Marschflugkörper (z. B. Storm Shadow/SCALP) für Angriffe gegen Boden- und Hochwertziele.
- Kanone: 27-mm-Mk-27-Bordkanone für Nahkämpfe und Bodenziele.
Varianten und Modernisierungen
Der Typhoon wurde in mehreren Fertigungsblöcken (Tranche 1, 2, 3 usw.) und mit sukzessiven Capability-Enhancement-Programmen (CAP) ausgeliefert. Die Luftwaffen führen fortlaufend Modernisierungen durch, darunter die Einführung des CAPTOR-E (AESA-Radar), verbesserte Missionsrechner, neue Kommunikationssysteme sowie Integration zusätzlicher Waffentypen. In britischen Diensten trägt eine voll ausgestattete Mehrzweckversion die Bezeichnung Typhoon FGR4.
Einsatzprofil und Aufgaben
Der Eurofighter Typhoon erfüllt vielfältige Aufgaben:
- Luftüberlegenheit und Luftraumverteidigung
- Multirole-Einsätze inklusive Präzisionsangriffen gegen Bodenziele
- Luftnahunterstützung, Aufklärung und SEAD/DEAD-Operationen (mit geeigneter Ausrüstung)
- Deterrence- und Quick Reaction Alert (QRA)-Aufgaben zur nationalen Luftverteidigung
Betrieb und Weiterentwicklung
Das Programm wird weiterhin von den beteiligten Herstellern und den Betreiberstaaten weiterentwickelt. Ziel ist es, die Plattform über Jahrzehnte einsatzbereit zu halten, durch schrittweise Hardware- und Software-Updates die Vernetzung im Gefechtsfeld zu erhöhen und neue Waffensysteme sowie Sensoren zu integrieren.
Der Eurofighter Typhoon gilt heute als eines der flexibelsten und leistungsfähigsten Kampfflugzeuge Europas – entworfen, um hohen Anforderungen in Luftkampf, Mehrzweckoperationen und moderner Gefechtsführung gerecht zu werden.

Ein deutscher Taifun
Spezifikation
Der Taifun ist 11 Meter (36 Fuß) breit, 15 Meter (49 Fuß) lang und 5,3 Meter (17 Fuß) hoch. Er wiegt 9.750 Kilogramm (21.494 lb) mit nichts drin und kann mit Dingen drin bis zu 21.000 Kilogramm (46.300 lb) wiegen. Er hat zwei EJ200-Triebwerke, die jeweils 9.072 Kilogramm Schub erzeugen und 2.125 Stundenkilometer weit fliegen können. Es trägt eine 27-mm-Mauser-Kanone sowie mehrere Raketen und Bomben.
Fragen und Antworten
F: Wer hat den Eurofighter Typhoon gebaut?
A: Der Eurofighter Typhoon wurde von EADS, BAE Systems und Alenia Aeronautica mit der Eurofighter GmbH hergestellt.
F: Wann ist der Eurofighter Typhoon zum ersten Mal geflogen?
A: Der Eurofighter Typhoon flog erstmals im Jahr 1994.
F: Was macht den Eurofighter Typhoon wendig und schnell?
A: Der Eurofighter Typhoon verfügt über Canards und einen Deltaflügel, die ihn wendig und schnell machen.
F: Warum wird er Eurofighter genannt?
A: Er wird "Eurofighter" genannt, weil er von europäischen Ländern, darunter Italien, Großbritannien, Deutschland und Spanien, hergestellt wurde.
F: Wer benutzt den Eurofighter Typhoon?
A: Die Länder, die den Typhoon entwickelt haben, nutzen ihn.
F: Welche Länder haben den Eurofighter Typhoon bestellt?
A: Österreich, Oman, Katar, Kuwait und Saudi-Arabien haben den Eurofighter Typhoon bestellt.
F: Wann wurde der Eurofighter Typhoon eingeführt?
A: Der Eurofighter Typhoon wurde im Jahr 2003 eingeführt.
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