In der Tontechnik ist ein Fade eine allmähliche Erhöhung (Fade-in) oder Verringerung (Fade-out) des Pegels eines Audiosignals. Der Begriff kann in ähnlicher Weise auch für die Filmkinematographie oder die Theaterbeleuchtung verwendet werden (siehe: Fade (Filmemachen)).
Ein aufgenommenes Lied kann am Ende allmählich zum Schweigen gebracht werden (Fade-out) oder von der Stille am Anfang allmählich ansteigen (Fade-in). Beispielsweise werden die Songs "Bitter Sweet Symphony" von The Verve und "Turn to Stone" von Electric Light Orchestra von Anfang an eingeblendet, während die Songs "Born to Be Wild" von Steppenwolf, "Boogie Oogie Oogie Oogie" von A Taste of Honey und "Hey Jude" von den Beatles ausgeblendet werden. "Born to be wild" und "Boogie Oogie Oogie" verklingen jedoch in Sekundenschnelle, während "Hey Jude" über 2 Minuten zum vollständigen Ausklingen benötigt. Bei "Goodbye Stranger" von Supertramp dauert das Ausblenden etwa eine Minute. Das Ausblenden kann als Aufnahmelösung für Musikstücke dienen, die kein offensichtliches Ende haben.
Obwohl relativ selten, können Lieder aus- und dann wieder eingeblendet werden. Einige Beispiele dafür sind "Helter Skelter" von den Beatles, "Suspicious Minds" von Elvis Presley, "Thank You" von Led Zeppelin oder "Undercover of the Night" von den Rolling Stones.
Der Begriff Fade wird auch in Mehrlautsprecher-Audiosystemen verwendet, um den Leistungsausgleich zwischen vorderen und hinteren Kanälen zu beschreiben.

